Loading...

Eifelsteig – Planung und Vorbereitung

Von der Idee zur Umsetzung. Die nächsten Schritte mussten gemacht werden – die Planung stand an. Gehen wir den offiziellen Weg oder weichen wir von diesem ab? Was sind unsere Übernachtungsmöglichkeiten? Können wir den Eifelsteig in weniger als den angegebenen 15 Tagen schaffen? Was brauchen wir alles an Ausrüstung?

Klar war, dass wir den Weg ohne Abweichungen laufen wollten. Gesteckt haben wir uns dafür einen zeitlichen Rahmen von 12 Tagen, wir wollten schneller sein, als die angegebenen 15 Etappen. Einfach aus dem Grund, weil wir wandern wollten und uns nicht jeden Tag nach 20 Kilometern ab 13 Uhr auf einem Campingplatz oder in einer Ferienwohnung aufhalten wollten. Mit dem Eifelsteig Wanderführer von Hikeline und einer Wanderkarte (1:50.000) haben wir uns an die Planung gemacht.

Ziemlich schnell haben wir uns darauf festgelegt, dass wir möglichst viele Nächte im Zelt verbringen wollen. Zum einen schont das den Geldbeutel. Und vor den Anschaffungskosten verschließen wir kurz die Augen, aber es ist ja nicht ein Zelt für eine Nacht! Zum anderen sind wir so näher an der Natur abseits von Städten oder Dörfern – Trekking pur, das ist unser Ziel.

Der Vorteil des Zeltes ist auch, dass wir uns individuelle Etappenziele auf dem Weg stecken können. Das hat dazu geführt, dass unsere Route zwar auf dem Eifelsteig verlaufen ist, wir uns aber nicht an die vorgeschlagenen Etappenziele halten mussten. Daher sind wir in 12 Tagen von Aachen nach Trier gewandert – das waren im Schnitt mehr als 30 Kilometer am Tag. Im Vorfeld wussten wir nicht, ob wir zu große Töne gespuckt haben. Alternativ hätten wir bei gutem Wetter auch einfach einen Tag Pause gemacht, den ein oder anderen Weizensmoothie hätten wir dann sicherlich gut vertragen können (dachten wir uns vorher – und hat sich bestätigt, also das Bier)!

Generelle Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Eifelsteig

Die folgende Abschnitt soll aber zuerst einen allgemeinen Überblick über die Möglichkeiten des Übernachtens zwischen Aachen und Trier geben, um euch bei der Entscheidung zwischen Ferienwohnung und Zelt zu helfen und um euch die Planung zu vereinfachen.

Grundsätzlich ist die Eifel touristisch sehr gut erschlossen, sodass niemand befürchten muss, die Nacht unter freiem Himmel verbringen zu müssen. Dies gilt vor allem für die Strecke am Eifelsteig, der als Premiumwanderweg zu den 16 „Top Trails of Germany“ gehört. Dadurch ist natürlich die Infrastruktur entlang des kompletten Weges so ausgebaut, dass genügend Unterkünfte vorhanden sind (Vorsicht: Mirbach ist eine Ausnahme!). Es kann auch jederzeit ausgestiegen werden. Die Bahnlinie von Trier nach Köln ist nie sehr weit weg.

Im nördlichen Teil des Eifelsteigs bis Gerolstein gibt es sowohl viele Campingplätze, auf denen im Zelt übernachtet werden kann, als auch unzählige Ferienwohnungen. Der südliche Teil des Weges lässt sich mit Zelt schwieriger gestalten, da es kaum noch öffentliche Campingplätze gibt oder diese nur durch einen größeren Umweg zu erreichen sind. Ferienwohnung und Hotels findet ihr aber immer entlang des Weges. Hier findet ihr eine Übersicht über die Unterkünfte am Steig, die von der offiziellen Eifelsteig-Seite zusammengestellt wurde: Unterkünfte am Eifelsteig. Vielleicht hilft es euch bei eurer Planung.

Öffnungszeiten der Campingplätze

Wenn ihr plant, den Weg bis Trier ohne Zelt zu laufen, habt ihr natürlich einen riesigen Vorteil: ihr müsst kein Zelt, keinen Schlafsack, keine Isomatte schleppen und seid daher mit deutlich weniger Gewicht unterwegs. Solltet ihr jedoch auch mit dem Zelt so früh im Jahr wie wir den Eifelsteig laufen wollen, achtet auf die Öffnungszeiten der Campingplätze. Wir konnten zum Beispiel erst am 03. April loslaufen, da der Campingplatz in Roetgen erst an diesem Tag aus dem Winterschlaf erwachte. Ansonsten hätten wir uns vermutlich schon zwei Tage früher auf Wanderschaft begeben.

Unsere Planung der Übernachtungen

Wir haben lediglich in Blankenheim und Bruch auf eine Ferienwohnung zurückgegriffen, die restlichen Nächte im Zelt, auf Campingplätzen, in Schutzhütten und sogar in einer Höhle verbracht! Das Wildcamping ist nicht ganz legal, sei an dieser Stelle erwähnt.

Unsere Campingplätze:

planung-eifelsteig


Nachdem wir die Öffnungszeiten der Campingplätze erfragt hatten, ließ sich unsere Route für den ersten Teil ziemlich schnell festlegen und wir konnten bis Blankenheim auf eine Ferienwohnung verzichten. Am Rursee mussten wir dafür ein wenig vom offiziellen Weg abweichen und statt in Einruhr zu übernachten, bis Rurberg zu einem Campingplatz laufen. Das ist aber die einzige größere Abweichung vom Eifelsteig, da wir dadurch am nächsten Morgen für etwa 4 Kilometer auf der anderen Uferseite des Rursees gelaufen sind.

Nach der Nacht in Blankenheim in einem richtigen Bett (wir hatten zu diesem Zeitpunkt die vierte Etappe hinter uns) haben wir auf den folgenden Etappen bis Bruch wieder das Zelt aufgeschlagen – schaut euch dazu unsere Etappenbeschreibungen an, dann könnt ihr unsere Route genau nachvollziehen. In Bruch haben wir uns in eine Ferienwohnung bei Familie Pitsch einquartiert, der Service dort war Weltklasse (dazu mehr in den Etappenbeschreibungen)! Danach stand für uns nochmal eine Nacht unter freiem Himmel an und dafür hatten wir eine Höhle gefunden – ein Traum. Durch das Zelt waren wir ziemlich flexibel unterwegs, wir wussten morgen auch nicht immer, ob wir nachmittags tatsächlich den Campingplatz erreichen oder doch woanders übernachten. Letztlich ist unsere Planung voll aufgegangen (ein Lob geht an Thomas)!

Somit entstand unser individueller Etappenplan, in der Tabelle hier ist unsere Route aufgelistet.

Unsere Etappen in der Übersicht:

EtappeDistanz – Dauer*
1. Aachen nach Roetgen28km – 8h
2. Roetgen nach Monschau24km – 7h
3. Monschau nach Rurberg32km – 9h
4. Rurberg nach Kloster Steinfeld39km – 11,5h
5. Kloster Steinfeld nach Blankenheim26km – 9h
6. Blankenheim nach Kerpen38km – 11h
7. Kerpen nach Müllenborn (Gerolstein)19km – 5h
8. Müllenborn (Gerolstein) nach Schalkenmehren35km – 10h
9. Schalkenmehren nach Manderscheid16km – 5h
10. Manderscheid nach Bruch39km – 10h
11. Bruch nach Kordel (bis zur Klausenhöhle)27km – 10h
12. Kordel nach Trier12km – 4h

 

(*In den Zeiten sind die Pausen mit eingerechnet, es sind keine reinen Gehzeiten!)

planung-eifelsteig-mit-kaffee

Da wir den Weg von Trier aus zurück nach Aachen natürlich nicht wieder zurücklaufen wollten, haben wir uns auf die Pünktlichkeit der Bahn verlassen müssen. Von Trier ging es mit dem Zug über Köln zurück nach Aachen bzw. Kamp-Lintfort.

Verpflegung auffüllen

Der nächste wichtige Punkt auf einer solchen mehrtägigen Tour ist natürlich die Verpflegung. Bedenken mussten wir nämlich auch, dass wir nicht immer an Etappenzielen ankommen, wo wir unsere Verpflegungsvorräte auffüllen konnten. Das trifft vor allem auf den zweiten Teil des Eifelsteigs zu, zwischen Daun und Trier, dort trifft man entlang des Weges eher selten auf einen Supermarkt. Daher mussten wir teilweise Proviant für zwei bis drei Etappen zusätzlich auf dem Rücken tragen. Womit wir beim nächsten Punkt unserer Planung waren: der Rucksack, bzw. unsere Ausrüstung im Allgemeinen. Achtung: Hin und wieder kommt auch ein Sonntag dazwischen, da ist es ungünstig, wenn man vor dem verschlossenen Supermarkt steht und Hungern muss.

Was wir alles an Ausrüstung von Kleidung über Zelt bis zum Rucksack mit uns geschleppt haben, erfahrt ihr im nächsten Teil.

 

Das könnte Euch auch interessieren

Keine Kommentare

    Hinterlasse einen Kommentar

    trekkinglife - draußen zuhause | Outdoorblog | Wanderblog