Ahrsteig – von Blankenheim nach Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Nein, nicht 101 Dalmatiner, sondern 101 Kilometer entlang der Ahr. Zum Jahresabschluss 2017 ging es für mich noch einmal auf Tour. Zusammen mit Caro vom Blog Carohatwanderlust und Freunden von ihr wanderten wir zwischen Weihnachten und Silvester den Ahrsteig von Blankenheim nach Bad Neuenahr-Ahrweiler – der Weihnachtsspeck musste weg! Ich gebe euch einen kleinen Einblick in die Tour. Auf die Idee im Zelt quer durch die Eifel im Winter zu laufen, muss man erst einmal kommen, aber gut wir haben es überlebt…

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Tini, meine Wenigkeit, Caro, Jana, Matthias (v.l.)

Etappe 1: Blankenheim – Freilinger See

Länge: 12,9km

Aufstieg: 304m, Abstieg: 344m

Die erste Etappe war mit knapp 13 Kilometern sehr entspannt. Und es wären offiziell sogar noch weniger gewesen… Aber der Reihe nach. Wir reisten mit dem Zug nach Blankenheim an – erst einmal alle anderen kennenlernen, denn ich kannte nur Caro. Die Anreise per Zug ist problemlos von Bonn (mit einem Umstieg in Euskirchen) oder Köln (Direktverbindung) möglich. Am Bahnhof in Blankenheim (Wald) erwischten wir gerade so den Taxibus (Achtung: schaut genau nach, wann die Busse fahren und wann ihr den Taxibus rufen müsst), der uns am „Busbahnhof“ in Blankenheim rausgeworfen hat. Ein riesiger Busbahnhof…

So ging es für uns von dort zum Startpunkt des Ahrsteigs: zur Ahrquelle. Der Ahrsteig ist sehr gut ausgeschildert und Verlaufen ist praktisch unmöglich. Die Rechnung haben die Planer aber ohne uns gemacht, nach sage und schreibe 400m war der Ahrsteig verschwunden. Einmal nicht aufgepasst und den GPS-Daten der Website vertraut (die nicht ganz 100%-ig übereinstimmen mit der tatsächlichen Route) schon hatten wir einen Umweg von etwa 1,5 Kilometern in den Beinen. Starke Leistung!

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Hoch über dem Ahrtal

Egal, weiter ging es über viele Wald- und Wiesenwege, die mich dieses Mal tatsächlich nicht wirklich gestört hatten. Der Regen der letzten Wochen hat die Wege so aufgeweicht, dass es stellenweise doch sehr, sehr matschig war. Und durch die breiten Wege hatten wir doch die ein oder andere Möglichkeiten, den Schlammpfützen auszuweichen. Im Sommer allerdings vermögen diese Wege wohl nicht zu begeistern.

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Caro und Matthias

Nach etwa der Hälfte der Etappe sollten wir die Ahr dann das letzte Mal für die nächsten anderthalb Tage zu Gesicht bekommen. Dafür aber lag unser Nachtlager sehr schön in unmittelbarer Nähe zum Freilinger See. Wäre es nicht so kalt gewesen, ein Bad zum Abkühlen wäre sicherlich drin gewesen. So aber endete unser Abend im Aufenthaltsraum des Campingplatzes „Eifel Camp“ am Freilinger See bei dem einen oder anderen Spiel – ein gelungener Auftakt. Danach ging es ins Zelt und die Temperaturen fielen unter den Gefrierpunkt, aber die Investition in meinen neuen Schlafsack (Carinthia G180*) hat sich definitiv gelohnt – kalt war’s (zumindest mir) nicht.

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Kurz vor dem Campingplatz am Freilinger See

Etappe 2: Freilinger See – Stahlhütte

Länge: 17,9km

Aufstieg: 275m, Abstieg: 403m

Während der Nacht bei einer Temperatur von -1 Grad hatte es geschneit und die Zelte waren morgens mit einer Schneedecke bedeckt. Also sind wir als erstes den Schnee losgeworden und nach dem Zusammenpacken und Frühstücken ging es erst gegen 11 Uhr los. Aber wir hatten auch keine sehr lange Etappe vor uns, da konnten wir uns morgens Zeit lassen.

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Weiße Überraschung am frühen Morgen

Weit und breit keine Ahr zu sehen. Das kannten wir ja schon von der ersten Etappe. Der Weg verläuft auf dem Höhenzug des Ahrgebirges und das einzige Highlight der Etappe war der Hühnerberg (533m ü. NN), der eine 360-Grad-Sicht auf die umliegende Eifel ermöglicht. Ansonsten verlief der Weg ziemlich gerade durch den Wald rund um Lommersdorf, ein bisschen mehr Abwechslung in der Wegführung hätte sicherlich nicht geschadet.

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Der Hühnerberg samt Gipfelkreuz

Unser Etappenziel war nicht das offizielle Ende der zweiten Etappe in Aremberg, sondern das im Tal gelegene Dorf Dorsel, da dort der im Winter geöffnete Campingplatz Stahlhütte liegt, den wir für unser Nachtlager nutzen konnten. Es wurde bitter kalt in der Nacht und so haben wir nicht im Zelt geschlafen, sondern wurden mit der Wahl unseres Nachtlagers kreativ…Mehr erfahrt ihr von mir nicht!

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Einer dieser breiten Wirtschaftswege

Etappe 3: Stahlhütte – Insul

Länge: 27,4km

Aufstieg: 807m, Abstieg: 812m

Nach zwei mäßig anstrengenden Tagen wartete eine der längsten Etappe auf uns, die auch einiges an Höhenmetern zu bieten hatte und die Kondition forderte. Endlich hatte der Weg das Prädikat „Steig“ verdient. Vom Campingplatz aus suchten wir uns den kürzesten Weg zurück zum Ahrsteig. Und von dort führte der Weg über Aremberg weiter durch das Ahrgebirge bis nach Insul.

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„Ruine“ Aremberg

Kurz hinter dem Dörfchen Aremberg wartete eine Ruine (die gefühlt renoviert und geschlossen war) auf dem Aremberg (sehr einfallsreich den Berg nach dem Dorf zu benennen oder umgekehrt) auf uns. Der Berg, besser Hügel, ist einer der größten tertiären Vulkane der Eifel, im Gebiet der Ortsgemeinde Aremberg (Quelle: wikipedia.org). Die 200m Umweg lohnen sich vor allem bei gutem Wetter, denn dort sind einige Sitzgelegenheiten, wo ihr sehr gut Pause machen könnt.

Weiter ging es dann abwechslungsreich durch Laub- und Nadelwälder, über Felder und Wiesen (natürlich mit Schnee bedeckt), über Wirtschaftswege und schmale Singletrails. Immer wieder hatten wir sehr schöne Aussichten auf die Eifel, hier und da zeigte sich ganz kurz (wirklich ganz kurz) auch einmal die Sonne.

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Das Örtchen Schuld

Der zweite Teil der Etappe verlief hoch über den Ort Schuld auf vielen schmalen, felsigen Wanderpfaden mit perfekter Aussicht auf das Ahrtal. Genießen konnten wir den Ausblick nicht wirklich, denn zum einen mussten wir vorher ins Tal hinabsteigen, um dann wieder den Berg hochzukraxeln (kennen wir ja so schon vom Eifelsteig), zum anderen pfiff der Wind so über den Bergkamm, dass wir schnell weiter wollten. Und dann wartete in Insul ja noch der Landgasthof Keuler auf uns. Diesmal schliefen wir also nicht im Zelt, sondern in einem Bett – auch mal schön. Aber nach dem Abendessen im Restaurant, war für mich auch schon vor neun Uhr Schlafenszeit angesagt, die Etappe war doch anstrengend.

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Sonne!

Etappe 4: Insul – Mayschoß

Länge: 27,4km

Aufstieg: 986m, Abstieg: 1.023m

Nach einem Frühstücksbuffet im Landgasthof musste uns Tini leider verlassen, ihr Knöchel hatte keine Lust mehr auf weitere Tage wandern auf dem Ahrsteig. Zu viert ging es also weiter in Richtung Mayschoß – und die Etappe hatte es in sich, sicherlich die anstrengendste (zumindest nach meinem Empfinden).

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Ausblick auf die Eifel von einer einsamen Hochebene

Das kurzweilige Streckenprofil vom letzten Etappenabschnitt des Vortages setzte sich fort. Ständig ging es bergauf und wieder bergab, über einsame Hochebenen des Ahrgebirges und dann wieder hinunter ins Tal. Allerdings meist wieder einmal, ohne die Ahr zu Gesicht zu bekommen. Aber das kannten wir ja schon. Dafür konnten wir schöne Fernblicke auf das Ahrtal und die steil aufragenden Berghänge des Ahrgebirges erlangen.

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Fast wie in den Alpen

Wie die heutige Etappe stelle ich mir einen „Steig“ vor, teils über ein wenig ausgesetzte Stellen – vor allem rund um Alternder und das Teufelsloch – ging es den ein oder anderen knackigen Anstieg hinauf. Belohnt wurden wir immer wieder durch die Aussichten hinab ins Tal. Hier und da auch relativ weit fernab der Zivilisation, primär zu Beginn der Etappe rund um Lind auf den Hochebenen des Ahrgebirges. Auf dieser Etappe konnte der Ahrsteig tatsächlich überzeugen und es hat Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war.

Dafür wurden wir an unserem Etappenziel in Mayschoß, nachdem wir unsere Zelte auf dem Campingplatz „Zur Burgwiese“ aufgebaut hatten, mit einer Pizza zum Abendessen belohnt.

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Blick auf die Burg Are und das am Fuße liegende Altenahr

Etappe 5: Mayschoß – Ahrweiler

Länge: 13,1km

Aufstieg: 431m, Abstieg: 452m

In der Nacht wurde es stürmig, und ab 4 Uhr nachts wurde der Schlaf ein wenig unruhig, aber das Zelt hat gehalten, auch wenn ein paar durch die Gegend fliegende Alu-Stühle dem Zelt gefährlich nahe kamen. Nachdem Frühstück im Zelt und dem Abbau im Wind (zum Glück waren wir zu viert, ein Zelt bei Sturm alleine abzubauen, ist eine Herausforderung), machten wir uns auf den Weg. Die für uns letzte Etappe des Ahrsteigs bis Ahrweiler diente quasi dem „Auslaufen“ vor einer für mich sehr langen Silvesternacht, aber das ist eine andere Geschichte…

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Blick am frühen Morgen auf Mayschoß

Zunächst einmal ging es aus dem Talboden hinaus wieder steil bergauf, ein wenig bergab und dann sehr steil bergauf – so wie auf der vorherigen Etappe auch. Aber als wir oben auf dem Krausberg waren (360m ü. NN), hatten wir eine super Rundumsicht, tief ins Ahrtal hinein über die Grafschaft und bis nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Prinzipiell dürfte man bei optimaler Fernsicht auch bis Bonn und Köln sehen können, aber das Wetter hat uns die Sicht vermiest.

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Ausblick vom Krausberg auf das im Hintergrund liegende Bad Neuenahr-Ahrweiler

Vom Krausberg aus ging es relativ flach, dem Ahrsteig folgend, auf der Höhe weiter bis zur Alfred-Dahm-Hütte. Dort hatten wir eine kurze Essenspause gemacht, ehe es auf einem schmalen Trail in Serpentinen steil ins Tal zurück zur Ahr ging. Trittsicherheit war hier gefordert, denn es war matschig und die Steine waren feucht und mit Laub bedeckt – rutschige Angelegenheit. Danach ging es für uns immer entlang der Ahr ohne weitere Steigungen auf die letzten paar Kilometer über Walporzheim nach Ahrweiler. Kurz vor Ahrweiler trennten sich unsere Wege und Caro, Matthias und Jana machten sich auf den Weg zum Bahnhof.

Für mich ging es rein in die lange Silvesternacht…

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Das Ahrtal ist immer eine Reise wert (hier: Altenburg)

Fazit zum Ahrsteig

Alles in allem war es eine sehr gelungene Tour, die zu fünft – später leider nur noch zu viert – sehr viel Spaß gemacht hat. Der Ahrsteig eignet sich vor allem für Einsteiger unter euch, die bisher keine Mehrtagestour gemacht haben. Im Vergleich zum Eifelsteig ist der Ahrsteig deutlich weniger anspruchsvoll, vor allem was die Höhenmeter betrifft. Lediglich auf den Etappen zwischen Insul und Ahrweiler müsst ihr einige Höhenmeter überwinden, aber das ist alles machbar. Dennoch wäre der Name „Ahrtalsteig“ angebrachter, denn dass ihr an der Ahr entlang lauft, wie der Name assoziiert, ist ein Trugschluss.

Es gibt sehr viele Rastmöglichkeiten am Weg, was ich positiv finde, die meisten Bänke und Tische sind auch in einem exzellenten Zustand und mit schönem Blick auf das Ahrtal. Vor allem im Sommer laden die Pausenplätze zum Verweilen ein. Im Winter eher weniger, denn dann ist es kalt und wenn der Wind über die Höhenlagen zieh, ist es nochmals frischer. Da hat mir am Ahrsteig doch die ein oder andere Schutzhütte gefehlt, in denen man vor allem im Frühjahr/Herbst/Winter einen geschützten Platz zur Pause hat. Mir sind bewusst nur zwei Schutzhütten am Wegesrand aufgefallen – in beiden haben wir Pausen gemacht.

Vor allem auf den ersten beiden Etappen lässt die Wegführung doch zu wünschen übrig, breite Wirtschaftswege durch den Wald ohne viele Ausblicke prägen das Bild. Ab Insul ist der Ahrsteig wirklich sehr schön angelegt und das Wandern macht so natürlich noch mehr Spaß. Singeltrails wechseln sich mit Wald- und Wiesenwegen ab, schöne Ausblicke auf das Ahrtal und die Eifel runden die Abschnitte zwischen Insul und Bad Neuenahr-Ahrweiler ab. Sehr schön!

Vorsicht: Der Ahrsteig verläuft offiziell bis Sinzig, die letzte Etappe von Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Sinzig sind wir aufgrund der Silvesternacht nicht gewandert (wird beizeiten ergänzt).


Tipps und Hinweise zum Ahrsteig

Anreise

Die Anreise zum Ahrsteig gestaltet sich völlig problemlos. Ab Köln fährt der Regionalexpress Richtung Trier über Blankenheim. Von Bonn aus müsst ihr einmal in Euskirchen umsteigen. Einfach in Blankenheim aussteigen und am Bahnhof den Bus in den Ort hinein nehmen. Achtung, der Bus fährt vor allem in den Ferien nicht! Dann den Taxibus eine halbe Stunde vor Ankunft anrufen: 02441/99 45 45 45. Wer zum Starpunkt vom Bahnhof aus laufen will: dieser liegt etwa vier Kilometer entfernt vom Ahrsteig, ist aber ausgeschildert.

Auch einzelne Tagesetappen lassen sich problemlos laufen. Hier aber am besten die Etappen zwischen Ahrbrück und Sinzig im unteren Ahrtal in Betracht ziehen, denn die Ahrtalbahn fährt nur bis Ahrbrück. So könnt ihr beispielsweise euer Auto am Zielort abstellen und bis zum Startpunkt die Bahn nutzen. Noch besser: direkt mit der Bahn anreisen und so den ÖPNV nutzen.

Unterkünfte

Unterkünfte gibt es entlang der Strecke zur Genüge. Am besten informiert ihr euch auf der offiziellen Webseite des Ahrsteigs, hier findet ihr ausreichend Informationen zu den Unterkünften. Sowohl Übernachtungen im Hotel als auch im Zelt stellen während des gesamten Weges kein Problem dar.

Planung

Ebenfalls auf der offiziellen Ahrsteig-Seite findet ihr ausführliche Etappenbeschreibungen, inklusive Kilometerangabe und Höhenmeterangabe. Auch Zeitangaben zur Dauer der Etappen findet ihr dort, diese sind aber sehr konservativ gewählt, wir waren meist schneller unterwegs. Ihr könnt euch dort auch GPS-Daten im .gpx-Format herunterladen. Diese stimmen aber nicht immer 100%-ig (vor allem auf den ersten beiden Etappen) mit der offiziellen Route überein. Aber keine Sorge, auch mit den GPS-Daten kommt ihr am richtigen Ort raus.

Packliste

Hier kommt es natürlich auf eure Unterkunft-Wahl an. Mit Zelt, oder ohne? Am besten orientiert ihr euch einfach an unserer Eifelsteig-Packliste, damit kommt ihr auf jeden Fall weit, da steht auch einiges drauf, was unter die Kategorie „Luxus“ fällt. Aber entscheidet einfach selbst, was ihr davon mitnehmen wollt. Als ersten Anhaltspunkt könnt ihr euch die Packliste hier aber herunterladen.


*Affiliate-Links

Den Schlafsack habe ich selbst gekauft und wurde mir nicht vom Hersteller zur Verfügung gestellt!

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Kommentare (7)

  • Hallo Thomas. als alter Ahrsteig-Fan habe ich Deine Beschreibung mit Interesse gelesen. Für mich ist der Ahrsteig, zumindest in den mittleren Abschnitten, einer der schönsten Steige hier in den Mittelgebirgen Deutschlands. Immerhin schafft er es auf der kurzen Distanz von 101 Kilometern ein landschaftliche Vielfalt zu bieten, die bei anderen Steigen auf eine wesentlich größere Distanz verteilt ist. Deine Meinung zu den beiden ersten Etappen (wenig abwechslungsreiche Wegführung) teile ich voll und ganz.
    Ein, zwei krtische Anmerkungen seien mir erlaubt: Dein Bericht erweckt den Eindruck, als würde der AhrSteig von Blankenheim nach Bad Neuenahr-Ahrweiler laufen und dort zu Ende sein. Die offizielle Wegführung endet aber in Sinzig, und dort kommt man dann auch erst auf die 101 Kilometer.
    Zum Thema Zelten:Du schreibst, die Übernachtung im Zelt sei auf allen Etappen möglich. Wo habt ihr (au0er bei den genannten Zeltplätzen) sonst noch euer Zelt aufgeschlagen?
    Offiziell ist auf dem ganzen AhrSteig Wildcampen verboten. Ich habe diesbezüglich mehrfach bei den offiziellen Stellen nachgefragt. Ob man trotzdem zeltet, ist natürlich eine individuelle Entscheidung. Aber Du solltest Deine Leser besser darüber aufklären, damit sie nicht in unangenehme Situationen geraten. Die Strafen können erheblich sein.
    Danke für den eindrücklichen Bericht.

    Schöne Grüße

    Joachim von anders-wandern.de

    Thomas 4 Monaten ago Antworten

    Hallo Joachim,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Hat mich sehr gefreut, dass du so aufmerksam gelesen hast 🙂
    Ich muss dir gestehen, dass ich die Etappen vom Eifelsteig rund um den Rursee, sowie zwischen Gerolstein, Daun und Manderscheid deutlich schöner und abwechslungsreicher fand. Aber solche Eindrücke sind ja sowieso immer subjektiv, und darüber lässt sich bekanntlich immer streiten 😉

    Zu Sinzig: du hast Recht, ist untergegangen, habe ich hinzugefügt.
    Zum Camping: Offiziell ist nicht nur auf dem Ahrsteig das Wildcamping verboten, sondern in ganz Deutschland. Aber das ist ja eh klar. Von Wildcamping auf dieser Tour war auch keine Rede, aber wir halten das immer nach dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“. Mit dem entsprechenden Verhalten ist das auch kein Problem und auf dem Eifelsteig hatten wir damit auch keine Probleme. 🙂 Aber ein Artikel zum Thema Wildcamping (Verhalten, rechtliche Grundlagen und wo in Europa es überall erlaubt, bzw. geduldet wird) steht schon auf der Liste.
    Zurück zu unserer Tour: Auf dem Ahrsteig haben wir nur auf Campingplätzen übernachtet (Freilinger See, Stahlhütte, Mayschoß) und einmal in Insul im Landgasthaus. Aber statt des Hotels hätten wir auch schon in Schuld – also einen Ort vorher – die Etappe beenden und dort den Campingplatz nutzen können. Und auch sonst sind an der Ahr überall Campingplätze zu finden. Hinter Insul kommen die nächsten Campingplätze in Ahrbrück, Kreuzberg, Altenburg, Altenahr, Dernau und Ahrweiler. Und fast alle (in Ahrbrück bin ich mir nicht sicher) liegen auch entweder direkt am Ahrsteig oder an Zuwegen, sodass das Camping entlang des kompletten Weges kein Problem darstellt.

    Ich hoffe, ich konnte für ein wenig Klarheit sorgen.

    Beste Grüße

    Thomas

    Hans-Joachim Schneider 4 Monaten ago

    Danke für die ausführliche Antwort. Ja, mit dem Campen, das geht natürlich, wenn man die Etappen entsprechend aufteilt. Schwieriger wird es, wenn sich der Wanderer an die offizielle Etappenaufteilung hält. Und noch ein kleiner Hinweis: Der Turm auf dem Aremberg stammt nicht aus der Zeit, als das Schloss noch existierte. Er wurde später gebaut. Da war von dem Schloss schon genauso wenig zu sehen wie heute. Trotzdem finde ich den Aremberg sehr fantasieanregend, vielleicht gerade weil man nur noch Gräben und Mauerreste findet.
    Schöne Wandergrüße

    Joachim

  • Jochen Frank 4 Monaten ago Antworten

    Hallo Thomas, danke für den schönen Bericht zum Ahrsteig. Ja, er spiegelt genau das wieder, was ich von dem Weg auch in Erinnerung habe, auch wenn ich damals die „Weichei“-Variante mit Gasthöfen gewählt habe. Nicht mein Lieblingsweg, aber auch nicht die schlechteste Wahl.
    Gutes Neues Jahr mit vielen tollen Trekking-Touren wünsche ich euch. LG Jochen

    Thomas 4 Monaten ago Antworten

    Hallo Jochen,

    wie du auch schon sagst, ich habe andere Favoriten, aber es gibt auch schlimmere Wege.

    LG Thomas

  • Jörg 4 Monaten ago Antworten

    Coole Tour!!!

    Thomas 4 Monaten ago Antworten

    Hallo Jörg!

    Ja das war in der Tat eine coole Tour!

    LG Thomas

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