Nicht nur im Alltag können Smartwatches das Leben erleichtern, auch beim Wandern können die Uhren hilfreich sein. Auch wenn wir es lieben, in der Natur einfach einmal „offline“ zu sein und meist auf Karten zurückgreifen, wollen wir euch in diesem Artikel zeigen, was ihr alles mit einer Smartwatch beim Wandern anfangen könnt. Grundsätzlich lassen sich Outdooruhren in die altbekannten Instrumenten-Uhren mit Barometer und Kompass sowie GPS-Uhren mit Akku unterteilen. Mit Hilfe von Wander Apps bekommt ihr GPS-Tracks auf die Uhren und schon steht der Navigation in der Natur nichts mehr im Wege.

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Nach der Planung kann der GPS-Track auf die Outdooruhr überspielt werden. Jannik trägt am Handgelenk eine Garmin Forerunner 945.

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Disclaimer: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Christ entstanden. Die bezahlte Kooperation hat keinen Einfluss auf den von uns persönlich verfassten Inhalt dieses Artikels.


Inhaltsverzeichnis

  1. Auf was achten?
  2. Ausstattung und Funktionen von Outdooruhren
  3. Hersteller
  4. Wie viel kostet eine GPS-Uhr?
  5. Fazit
Outdooruhren zum Wandern - was ist wichtig
Eine GPS-Uhr von Suunto mit einer auf das Wesentliche reduzierten Kartendarstellung

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Smartwatch und einer GPS-Uhr? Vereinfacht lässt sich sagen, dass Smartwatches Kommunikationsgeräte sind, die entweder mit oder ohne Smartphone gekoppelt sind. Ohne Smartphone funktionieren diese natürlich nur, wenn eine SIM-Karte in der Uhr verbaut ist (Beispiel: Apple Watch). Da diese permanent entweder mit dem Mobilfunknetz oder einem Smartphone gekoppelt sind, leiden die Akkulaufzeiten.

GPS-Uhren dagegen sind auf lange Akkulaufzeiten ausgelegt, die auch ohne Kopplung mit dem eigenen Smartphone funktionieren. Allerdings können GPS-Uhren durchaus auch Benachrichtigungen anzeigen. Hier seht ihr, dass der Übergang fließend ist und es gar nicht so einfach ist, zwischen GPS-Uhr und Smartwatch zu unterscheiden.


1. Auf was achten?

Vor allem während Hüttenwanderungen oder Mehrtagestouren spielt natürlich die Stromversorgung eine entscheidende Rolle. In der Regel halten die Akkus von Smartwatches während einer Tour 2 Tage, wenn das GPS eingeschaltet ist. 

Garmin gibt offiziell bis zu 20 Stunden Laufzeit an, Suunto 10 Stunden. Eine entsprechend große Akkukapazität ist also durchaus vorteilhaft.

Der Komfort der Armbänder ist auch wichtig. gerade die Kombination aus Schweiß und Kunststoffarmbändern kann schon einmal zu Hautausschlag führen. Testet also am besten die Verträglichkeit eines Armbandes auf einer Tageswanderung bevor ihr eine längere Fernwanderung unternehmt. 

Achtung, ein typischer Trekkinglife-Tipp incoming: Ein gut lesbares Display einer Outdooruhr hilft immer, wenn man darauf schauen will (wenn es keine Uhr mit analogen Zeigern ist). Aber das kennt ihr ja vom Handy. Gerade die Sonneneinstrahlung ist ein Gegner der Displays. Am besten ist das Display – genau wie das Gehäuse – robust und kratzest (Saphirglas), um auch einmal einen Felskontakt zu überleben.


2. Ausstattung und Funktionen von Outdooruhren

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Bedienmöglichkeiten: Touchscreen oder Bedienung mittels Knöpfen. Die Anordnung der Bedienknöpfe und die Menüführung sind natürlich immer subjektiv. Uns gefallen bei diesen Aspekten unter den klassischen Outdooruhren die von Garmin am besten. Jannik trägt die Forerunner 945. Thomas ist mit der Smartwatch von Apple unterwegs. 

Zu den Grundfunktionen einer Outdooruhr mit GPS, die auf keinen Fall fehlen sollten, gehören:

  • Uhrzeitanzeige
  • Höhenanzeige
  • Barometer
  • Kompass
  • Thermometer/Wetteranzeige
  • Zeitmessung
  • GPS (-Navigation)

Grundsätzlich kann jede Uhr am Markt die gewanderte Route aufzeichnen. Mittlerweile können auch viele Uhren problemlos mittels einer Karte auf dem Gerät navigieren. Von einer „Brotkrümelnavigation“ bis hin zu einer detaillierten Karte ist alles möglich. Das ist meist eine Frage des Budgets und des Akkus. Denn das GPS der Uhren zieht ordentlich am Akku. 

Ein hilfreiches Feature ist auch eine „Zurück-zum-Start-Funktion“. Die Uhr bringt euch so immer zu eurem Startpunkt zurück, falls ihr euch mal verlaufen solltet.

Wichtig ist außerdem, dass ihr die Daten von der Uhr auf den PC übertragen könnt. So könnt ihr Routenverläufe exportieren und speichern. Auch könnt ihr die meisten Uhren mit einem Smartphone koppeln, so dass ihr eure Daten auch direkt auf dem Handy auslesen könnt.


3. Hersteller

Es gibt verschiedene Hersteller auf dem Markt. Eine Übersicht: 

  • Garmin
  • Suunto
  • Apple
  • Casio
  • Tissot
  • TomTom
  • Polar
  • Samsung

Wobei Garmin und Suunto die beiden bekanntesten Hersteller im Bereich der GPS-Uhren sind. Apple ist natürlich Marktführer im Bereich Wearables – also Smartwatches und GPS-Uhren.


4. Wie viel kostet eine GPS-Uhr?

Ihr könnt euch die Antwort sicherlich schon vorstellen. Die Preisspanne liegt zwischen 100€ und 1000€. Ja, eine GPS-Uhr bzw. Smartwatch kann ganz schön teuer werden. 

Solltet ihr nur eure Wanderungen unterwegs aufzeichnen wollen, müsst ihr nicht ganz so tief in die Tasche greifen.

Outdooruhren - suunto
Blick auf das Höhenprofil einer Wanderung auf einer GPS-Uhr von Suunto.

5. Fazit

Egal ob Tageswanderung oder Fernwanderung: eine GPS-Uhr ist ein cooles Gadget, das euch sogar navigieren kann. Vorausgesetzt, ihr habt eine Powerbank dabei, um Stromknappheit zu vermeiden. Es macht auch immer Spaß, am Ende eines Tages die Daten auszuwerten und zu sehen, was man alles geleistet hat. Unser Favorit: GPS-Uhren von Garmin.

Alles zur Planung von Touren mit Hilfe einer Wander App findet ihr hier.

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Wander Apps sind durchaus hilfreich beim Planen von Touren am PC und dem Smartphone.
Autor

Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich in die Alpen, das Wanderfieber hat mich also schon früh gepackt und stets begleitet. Mittlerweile ist es aber eben nicht nur bei Tagestouren in den Alpen geblieben, wie ihr hier auf dem Outdoorblog lesen könnt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Wandertouren, also bleibt dran!

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