Es gibt so viele verschiedene wunderschöne Wanderungen in den Alpen, da wissen wir gar nicht, wo wir anfangen sollen. Das Wandern in den Alpen hat viele verschiedene Facetten: Tagestouren, Fernwanderwege, einsame Täler, Schnee und Eis, Murmeltiere, urige Alpenhütten – das Gebirge ist so vielfältig, traumhaft und mystisch zugleich. Wir haben daher Outdoor-Blogger und Blogger mit Wanderpassion gefragt, was ihre schönsten Wanderungen in den Alpen sind. Wir hoffen, dass ihr Inspiration für euren nächsten Wanderurlaub findet!

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Übersicht über die Wandertouren in den Alpen

Damit wisst ihr jetzt, was auf euch zukommt, viel Spaß beim Lesen!


Wandertour auf den Hochstuhl in den Karawanken

Im Sommer war ich zum ersten Mal in der Carnica-Region Rosental in Kärnten wandern. In diesem Teil von Kärnten, ganz im Süden an der Grenze zu Slowenien, kann man gut wandern, biken und klettern. Unternommen habe ich eine zweitägige Wandertour auf dem Panoramaweg Südalpen mit einer Hüttenübernachtung auf der Klagenfurter Hütte. Die Tour hat in etwa der 2. und 3. Etappe des Panoramaweges entsprochen. Unser Gipfelziel war der Hochstuhl, der mit 2.237 Metern höchste Berg der Karawanken. Der Blick vom Gipfel ist einfach großartig und man sieht die Bergwelt von Kärnten und Slowenien von oben. 

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Gestartet sind wir an der Stouhütte, südlich vom Feistritz im Bärental. Während der Tour über den Bärensattel bis zum Gipfel passiert man immer wieder die grüne Grenze zwischen Österreich und Slowenien, was man z.T. An Grenzsteinen sieht (siehe Foto). Vom Hochstuhl steigen wir wieder ab und übernachten auf der Klagenfurter Hütte auf 1.664 Metern am südlichen Fuße des Kosiak. Am nächsten Tag geht es über den Matschacher Sattel und den Stinzesteig wieder hinab ins Bodental und über schöne Almwiesen zurück zum Ausgangspunkt. 

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Eine schöne Tour beispielsweise für ein Wochenende in den Karawanken. Auf dem Rückweg zum Ausgangspunlt haben wir uns noch die Tscheppaschlucht südlich von Ferlach angeschaut. Ein schmaler Canyon, durch den 500 Liter Wasser pro Sekunde donnern. Ziemlich beeindruckend. Der Panoramaweg Südalpen in den Karawanken ist übrigens insgesamt rund 230 km lang und umfasst 17 Tagesetappen.

Über Heiko vom Blog People Abroad

Heiko schreibt auf People Abroad über Individual- und Aktivreisen. Er mag Outdoor-Aktivitäten und erkundet Länder und Regionenam liebsten beim Wandern, Biken und Laufen. Außerdem schreibt er über Roadtrips, Städtereisen und immer mal wieder auch über nachhaltiges Reisen und das Thema Outdoor im Allgemeinen. Neben ihm berichten im Blog noch weitere Co-Autoren über ihre Reisen. 


Jubiläumsweg zum Schrecksee im Allgäu

Das Allgäu hat viel zu bieten und wir waren auch zwischen den Ammergauer Alpen und dem Bodensee schon viel unterwegs. Eine der schönsten Touren führt vom Giebelhaus hinauf zum Prinz-Luitpolt-Haus und über den abwechslungsreichen Jubiläumsweg hinüber zum Schrecksee. 

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Übernachtet man am Prinz-Luitpolt-Haus kann man am ersten Tag noch den Hochvogel besteigen. Sonst wäre auch eine Übernachtung auf der Willersalpe zum Ende der Wanderung hin möglich. Dann -und wenn man die Tour als Tagestour angeht- kommt man am Schrecksee am späten Nachmittag an. Die meisten Bergsteiger und Wanderer haben dem Allgäuer Vorzeige-Bergsee dann schon den Rücken gekehrt haben und sind wieder ins Tal abgestiegen sind. So kann man den See in Ruhe genießen und nochmal verschnaufen, bevor es fast 900 Höhenmeter am Stück hinunter ins Hintersteiner Tal geht. Insgesamt legt man so in rund acht Stunden knapp 20 Kilometer, 1.300 Höhenmeter im Auf- und 1.400 Höhenmeter im Abstieg zurück.

Zuvor steht aber der Aufstieg hinauf zum Prinz-Luitpolt-Haus. Diesen starten wir am Giebelhaus, das von Hinterstein bei Bad Hindelang nur mit dem Bus oder Fahrrad erreichbar ist. Vorbei an der Bärgündele-Alpe schlängelt sich der Weg durch Almgelände und Schrofen hinauf zur imposanten Hütte unter dem Hochvogel. Über die Bockkarscharte wechseln wir ins wilde Schwarzwassertal und queren teilweise ausgesetzt und nach Regen rutschig hinüber zur Lahnerscharte oberhalb des Schrecksees. Hier haben wir die Wahl: Entweder direkt ins Hintersteiner Tal absteigen oder über das Rauhhorn (alternativ leichter weiter über den Jubiläumsweg) zur Willersalpe und dann zurück nach Hinterstein.

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Wer etwas mehr Zeit hat, kann die Tour auch noch verlängern und z.B. in Oberstdorf starten und statt nach Hinterstein auch auf dem „Grenzgänger“ bleiben und in Richtung Mannheimer Tal absteigen. Mehr zur Tour gibt’s hier.

Über Thomas vom Blog mehr-berge.de

Thomas berichtet zusammen mit Steffi und Armin auf dem Blog Mehr-Berge.de über die Erfahrungen und Erlebnisse unterwegs beim (Fern)Wandern in Österreich, Frankreich, Norwegen, in der Schweiz sowie über Klettersteig-, Bikepacking- und Camping-Touren.


Wandern auf dem Salzburger Almenweg

Wieso ausgerechnet der Salzburger Almenweg? Beginnen wir am besten mit dem objektiv Messbaren: Im Salzburgerland gibt es rund 1800 Almhütten, von denen 550 für Wanderer geöffnet sind. Viele befinden sich in unmittelbarer Nähe des Wanderwegs und bieten neben Verpflegung auch Übernachtungsmöglichkeiten an. Keine Region in Österreich hat eine höhere Dichte an Almen. 

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Das ist nicht nur optisch ansprechend, sondern ermöglicht auch eine ungewohnt hohe Freiheit bei der Routenplanung, was vor allem für weniger geübte Wanderer wie mich praktisch ist. Der 350 Kilometer lange Salzburger Almenweg ist zwar als Rundwanderweg mit offiziell 31 Tagesetappen konzipiert. Aber dank der großen Dichte an Berghütten, lässt sich das auch problemlos anders einteilen.

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Mag sein, dass ich wegen des Wetterglücks nicht so ganz objektiv bin. Aber die Bergwelt des Salzburger Pongaus empfand ich landschaftlich als etwas vom Schönsten, das ich kenne. Schroffe Felspartien wechseln sich ab mit saftigen Hochwiesen. Der Weg führt an steilen Hängen entlang aber auch über Krater mit einer atemberaubenden Aussicht. Fast auf der ganzen Route bleibt man in Höhenlagen von 1000 bis 2000 Meter über Meer. Langweilig wird es einem hier oben bestimmt nicht.Ich war leider nur drei Tage auf den Etappen rund um das Großarltal unterwegs. Aber ich könnte mir gut vorstellen, bei Gelegenheit auch noch andere Teilstücke zu begehen. Eine genaue Routenbeschreibung findet sich hier.

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Über Oliver vom Blog Weltreiseforum

Oliver schreibt auf weltreiseforum.com über das Reisen in weniger bekannte Gegendenund hat sich vorgenommen, mindestens einmal pro Jahr eine mehrtägige Wanderung zu unternehmen.


Vom Hochtannbergpass auf den Großen Widderstein

Der Große Widderstein ist mit seinen 2.533 Metern der höchste Gipfel der südöstlichen Walsertaler Berge am Ende des Bregenzerwaldes. Er thront hoch über dem Hochtannbergpass zwischen den Walserorten Warth und Schröcken, die meine Skiheimat darstellen. Dementsprechend hat der Widderstein auch eine große Bedeutung für mich, da ich ihn jahrzehntelang beim Skifahren bewundern durfte und auch immer noch darf.

Im Sommer habe ich ihn bereits zweimal bestiegen und einmal mit Start und Ziel im Kleinwalsertal umrundet. Die Besteigung gelingt am besten vom Hochtannbergpass aus, wo man auch ausreichend Parkmöglichkeiten findet. Über einen schönen Bergpfad geht es zunächst über Wiesenhänge zügig bergan bis auf Höhe der privat geführten Widdersteinhütte, auf der man einkehren und auch übernachten kann.

Kurz darauf erreicht man den Einstieg in den Fels, durch den ein markierter Steig (UIAA I) führt. An manchen Stellen sind Seilsicherungen angebracht. Aufgrund der Steinschlaggefahr ist ein Helm in diesem oberen Teil des Anstiegs empfehlenswert aber kein Muss, eine Kletterausrüstung benötigt man nicht. Allerdings sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich, an manchen Stellen muss man seine Hände einsetzen. Bei gutem Wetter bietet sich am Gipfel eine wunderbare Rundumsicht in alle Richtungen, und mit Glück begegnet man rund um den Widderstein ein paar Steinböcken.

Tipp: Nach erfolgreicher Gipfelbesteigung und Abstieg zurück zum Auto empfiehlt sich eine Einkehr in das Restaurant Bar Holzschopf in Schröcken-Neßlegg. Unsere Favoriten: Spare-Ribs oder Walser Raclette (letzteres muss man allerdings vorbestellen).

Eine Umrundung (mit möglicher Gipfelbesteigung) des Großen Widderstein bietet sich aus dem Kleinwalsertal aus an: Von Baad aus wandert man an der Bärgunthütte vorbei auf den Hochalppass bis unter die bereits erwähnte Gipfelformation, von der aus man den Gipfelanstieg starten kann. Im Weiterweg der Umrundung erreicht man zuerst die Widdersteinhütte, bevor man über den Gemstelpass und die Gemstelalpen sowie weiter nach Bödmen wieder das Kleinwalsertal erreicht.

Über Natalie vom Blog Outdoor-Familien-Glück

Natalie bloggt auf outdoorfamilienglueck.com über Natur- und Outdoor-Erlebnisse für die ganze Familie. Am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen beheimatet zieht es sie und ihre Lieben immer wieder in die Alpen, aber auch in die deutschen Mittelgebirge und die abwechslungsreiche Natur in und um NRW. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, Familien dazu zu motivieren, Freizeit an der frischen Luft zu verbringen und es Kindern zu ermöglichen, die Natur mit allen Sinnen zu erleben.


Wandern auf dem Karnischen Höhenweg in Kärnten

Mit Kindern wandern ist oft ein wenig eine Herausforderung, und man muss sich immer ein paar mehr Gedanken bei der Streckenwahl und Art der Wanderung machen. Wir haben sehr früh damit angefangen, unsere Kinder ans Wandern zu gewöhnen – bei der ersten Übernachtungstour gingen sie noch in den Kindergarten. 

Wir hatten vor unserer Tour schon einige Sommer im österreichischen Kärnten verbracht und waren dort viele Tageswanderungen gegangen. So reifte allmählich die Idee einer längeren Tour durch die Berge. Der Karnische Höhenweg begegnete uns da bei unseren Recherchen immer wieder.

Da unsere Tour in der Hochsaison starten sollte, waren wir gezwungen alle Übernachtungen vorzubuchen. Und da man das Wetter ja nicht vorbestellen kann, war es uns wichtig, eine Tour zu wählen, die man notfalls auch relativ einfach abbrechen kann. Und hätte es die ganz Zeit so aus Kübeln geschüttet wie auf unserer ersten Etappe, hätten wir die Tour wohl auch vorzeitig beendet. Aber das blieb uns zum Glück erspart. 

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Auf unsere Wandertour hatten wir meist Etappen von ca. 12-15 km Länge. Nur an einem Tag mussten wir knappe 27 km gehen! Das lag daran, dass wir die Etappe über den Grat scheuten, und wir deshalb einen langen Umweg gehen mussten. Die Wanderung war für uns als Familie gut zu schaffen, trotz einiger Höhenmeter und obwohl wir nicht die absoluten Topbergsteiger sind. Zu viel Höhenangst sollte man natürlich nicht haben, wobei ich auch nicht ganz schwindelfrei bin. 

Das tolle bei so einem Höhenwanderweg sind natürlich die grandiosen Ausblicke, die sich einem bei gutem Wetter bieten und dass man abends nicht ins Tal absteigen muss. Trotz Hochsaison hielten sich die Menschenmassen in Grenzen. Wir können den Karnischen Höhenweg uneingeschränkt empfehlen – insbesondere auch für Familien mit Kindern, obwohl wir damals fast die einzigen waren, die mit Kindern unterwegs waren. 

Unsere Tourenbeschreibung

Über Hartmut vom Blog 58GradNord

Auf 58GradNord bloggt der Wahl-Schwede Hartmut über das Leben und die Reisen seiner Familie im Norden Europas und dem Rest der Welt. Die 58GradNord-Familie zieht es aber auch auch immer mal in südlichere Gefilde, ganz besonders gerne ans andere Ende der Welt, wo sie auch schon die eine oder andere Tour gemacht haben.


Wanderung zum Piz Lad im Vinschgau

Die bislang mit Abstand schönste und unvergesslichste Wanderung meines Lebens führte mich hoch auf den Piz Lad (2.808 m), dessen Gipfel zur Sesvennagruppe gehört. Im Dreiländereck Österreich-Italien (Südtirol)- Schweiz gelegen, bietet diese Wanderung nicht nur eine atemberaubende Aussicht auf den Reschensee, in den späten Nachmittagsstunden ist die Chance, wilde Steinböcke und jede Menge Murmeltiere zu sehen, ziemlich hoch.

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Der einfachste Anstieg führt von der herrlich gelegenen Reschner Alm  etwa 800 Höhenmeter zunächst über Waldpfade und sanfte Almwiesen und später über einen recht schroffen und gerölligen Steig immer aufwärts. Der gar nicht mal so unanstrengende Weg hinauf bietet jedoch traumhafte Ausblicke in alle Richtungen, so dass jeder Meter die Mühe wert ist.

Auf den offenen und weiten Almböden hört man schon von weitem die Murmeltiere pfeifen, die hier sogar relativ zutraulich sind und gar nicht zu verfehlen sind. Was für niedliche Gesellen! Oben am Gipfel angekommen, gibt es einen 360 Grad – Rundblick, und ich wusste gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte: die Ötztaler Alpen, die Ortlergruppe, eine traumhafte Sicht tief hinab ins schweizerische Engadin und natürlich über den Reschensee. 

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Zurück ging es dann über den langgezogenen Gratrücken auf einem schmalen Steig, auf dem ich dann – ganz alleine unterwegs – meinen Augen kaum trauen konnte: eine ganze Gruppe von Steinböcken blickte auf einmal neugierig zu mir herüber, ohne sich von der Stelle zu bewegen. Nur ungefähr 20 Meter von mir entfernt konnte ich mein Glück gar nicht fassen, und es fiel mir wirklich schwer den Abstieg anzutreten.

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Nach dieser unvergesslichen Begegnung war ich nahezu beflügelt, so dass der Rückweg zur Reschner Alm (wo man übrigens auch prima einkehren kann) ein Klacks war. Insgesamt eine traumhafte Rundtour, die bei keinem Vinschau-Uralub fehlen sollte und im späten September auch nicht zu überlaufen ist.

Über Sabrina vom Blog Couchflucht

Auf ihrem Outdoor-Reiseblog Couchflucht berichtet Sabrina als echter Natur- und Outdoorfreak leidenschaftlich gerne über ihre Wanderungen und Mountainbike-Touren nah und fern. Mit ihren Reiseberichten möchte sie dazu motivieren, die heimische Couch zu verlassen um kleine oder große Abenteuer in der Natur zu erleben.


Der Lechweg – auf 119 km von Österreich nach Deutschland

Einer der schönsten Wanderwege der Alpen führt von der Quelle des Lechs am Formarinsee im Vorarlberg über Tirol nach Bayern. Insgesamt schlägt der Wanderweg, der als Leading Quality Trail von der Europäischen Wandervereinigung  (EWV) zertifiziert wurde, mit 4.300 m Aufstieg und 5.300 Abstieg zu Buche.

Der Lechweg ist in 15 kleinere Etappen unterteilt, die recht beliebig der Länge nach kombiniert werden können. Sechs, sieben und acht Tage sind die häufigsten Varianten, ich habe auf meiner Wanderung aber auch einen Wanderer getroffen, der den Fernwanderweg in vier Tagen gewandert ist…

Ziel des Weges ist der Lechfall in Füssen, wo Du auch ein schönes Wochenende noch anhängen kannst.

Der Weg ist wundervoll abwechslungsreich, den Lech verliert ihr immer wieder, aber nicht lange aus dem Blick. Mein persönlicher Favorit war ja die erste Etappe, da habt ihr unter anderem diesen wundervollen Ausblick und der Weg ist noch schön schmal. 

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Doch auch die folgenden Etappen sind toll, bieten wundervolle Ausblicke – und Kontakte zu interessanten Menschen. Mir hat es besonders gut in Holzgau gefallen, hier hat es nicht nur die Holzgauer Hängebrücke mit ihren 200 m Länge, auf der ihr 105 Meter in die Tiefe blickt, sondern auch meine mittlerweile Lieblingsunterkunft im Lechtal, das Ferienschlössl Harmonie. Hier komme ich gerne auch wieder her – Monika ist eine sehr herzliche Gastgeberin und Holzgau die perfekte Basis auch für weitere Wanderungen im Lechtal.

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Ich selber bin den Lechweg gemütlich in acht Etappen gegangen, so war ich selten kaputt und konnte mich an der herrlichen Natur ebenso wie an den Menschen am Abend und unterwegs erfreuen.

Eine „ausführliche Zusammenfassung mit zahlreichen Bildern meiner Wanderung auf dem Lechweg findet ihr hier, dort sind meine einzelnen noch detaillierteren Etappenbeschreibungen dann auch verlinkt.

Über Hubert vom Blog Travellerblog

Hubert genießt sein Leben mit Kurzurlauben und Genussreisen und bloggt auf dem Travellerblog seit 2013 über diese Reisen.


Kindertaugliche Wanderung zu den Zipfelsbachfällen

Eine kurze, aber abwechslungsreiche Wanderrunde im Allgäu startet in Hinterstein. Das Bergdorf mit 500 Einwohnern liegt auf rund 860 Metern Höhe am Ende der öffentlichen Straße von Bad Hindelang ins Ostrachtal.

Vom Kneippgarten hinter dem Marktplatz des Ortes geht es steil nach links hinauf zu den Zipfelsfällen. Ein schmaler Bergpfad führt in Kehren langsam durch einen lichten Wald. Immer wieder haben wir freie Sicht auf den Allgäuer Hauptkamm, der sich auf der anderen Talseite erhebt.

Die hohen Zipfelsfälle bilden unten eine kleine Badegumpe, in der wir uns nach dem Anstieg erfrischen. Wer möchte, kann weiter am Zipfelsbach entlang nach oben zur Zipfelsalpe wandern. Wir haben stattdessen den Bach überquert und sind auf der anderen Seite durch dichteren Wald in einem weiten Bogen wieder abgestiegen. Mehrfach kreuzen kleine Wasserläufe den schattigen Weg durch die üppige Vegetation des Naturschutzgebietes Allgäuer Hochalpen.

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Im Tal überqueren wir den Gebirgsfluss Ostrach und folgen ihm mit etwas Abstand in Fließrichtung. Der beinahe ebene Weg führt direkt zum Kutschenmuseum, dem kuriosesten Museum, das ich je gesehen habe. Alte Schlitten und Kutschen sind in Szenarien mit lebensgroßen Puppen arrangiert. Dazwischen finden sich in den meist fensterlosen Räumen andere Sammlungen, etwa von Teekesseln, Körben oder Nachttöpfen. Heimelig und unheimlich zugleich. Weiter flussabwärts kommen wir über eine andere Brücke wieder zurück zum Startpunkt im Ort.

Mehr Wandertouren für Genießer und Familien im Allgäu gibt’s hier.

Über Angela vom Blog Unterwegs mit Kind

Auf unterwegsmitkind.com berichtet Angela über ihre Reisen, Entdeckertouren und Wanderungen mit ihrem Sohn. Die Berliner Reisebloggerin und Journalistin liebt die Berge und hat schon ihr Baby in die Alpen mitgeschleppt. Im Allgäu ist ihr Sohn die ersten Touren selbst gelaufen.


Wandern zur Autenalm im Stubaital

Die Autenalm (1.665m) ist eine der ältesten Almwirtschaften im Tiroler Stubaital. Sie liegt im Wandergebiet am Elfer über Neustift und ist über einen einfachen und aussichtsreichen Wanderweg sehr bequem zu erreichen. Gut konditionierte Wanderer wagen den Aufstieg aus dem Tal (ca. 2,5 – 3h).

Wer es bequemer mag oder Kinder dabei hat, beginnt mit einer entspannten Bergfahrt in der Gondel und nimmt dann den einfach zu begehenden Panoramaweg bis zur Hütte.  Vor ca. 350 Jahren erbaut, ist die Alm noch heute in Familienbesitz und bei Einheimischen wie Gästen für ihre gute tirolerische Küche beliebt.

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Was es zu essen gibt, und welches Getränk man auf keinen Fall verpassen sollte: der Artikel verrät’s

Über Charis vom Blog Wohlgeraten

Die Alpen sind groß. Kaum ist ein Tal bereist, liegt das nächste hinter den Bergen. Ein Puzzle, dass unendlich lang zu spielen wäre. – Ich berichte auf meinem Alpen Reiseblog Wohlgeraten über Land und Leute, Wanderungen, Kulinarik, Architektur, Museen und vieles mehr. Wer mir folgen will, findet mich dort oder auf Instagram unter @wohlgeraten.


Lötschentaler Höhenweg in der Schweiz

Der Lötschentaler Höhenweg in der Schweiz ist für mich eine der schönsten Wanderungen in den Alpen. Vor allem in Herbst, wenn die Lärchen und Arvenbäume ihr goldenes Kleid tragen, fühlt man sich in ein Zauberland versetzt. Der komplette Höhenweg beginnt bei der Faldumalp und führt über die Lauchernalp zur Fafleralp.

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Die Wanderdauer beträgt ca. 5 Stunden bei einer Strecke von ca. 17 Kilometern. Ich beginne die Wanderung aber am liebsten ab Lauchernalp. Diese ist bequem mit der Gondelbahn erreichbar. Der Weg ist sehr gut präpariert, mit nur leichten Steigungen und Gefällen, mit einer traumhaften Aussicht auf die Berge und Gletscher des Lötschentals. So kann man den Herbst mit allen Sinnen geniessen.

Im Sommer weiden hier Kühe und die herzigen Walliser Schwarznasenschafe, aber Ende Oktober sind sie längst im Tal. Als besonderes Highlight wartet der Schwarzsee auf die Wanderer. An schönen Tagen gibt es hier eine perfekte Spiegelung. Dieser Ort ist gut geeignet für ein ausgiebiges Picknick. Wer Ruhe und Erholung abseits der Städte sucht, ist hier gut aufgehoben.

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Über Helga vom Blog Travelstory

Helga betreibt den Schweizer Reiseblog Travelstory.ch. Aussichtsreiche Wanderungen, Bergerlebnisse und Hotelreviews sind ihre Hauptthemen.


Wanderung von der Teichalm auf den Hochlantsch

Der Hochlantsch gehört zum Grazer Bergland und ist mit 1720 Metern wahrlich kein Riese, aber doch der höchste Gipfel der Berggruppe. Er darf durch seine Lage auch den Titel „Grazer Hausberg“ führen, denn viele Einwohner der Landeshauptstadt fahren hier rauf zum Wandern.

Auch wenn ich persönlich den Hochlantschgipfel am liebsten über den Franz-Scheikl-Kettersteig besteige, so ist doch auch die gemütliche Wanderung von der Teichalm hinauf ein Genuss. Dazu parkt man direkt auf der Teichalm, die mit ihrem kleinen See, einigen Almgasthäusern und im Winter der Ski- und Rodelpiste allerhand Attraktionen bietet. 

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Der Hochlantschgipfel ist vom „Teichwirt“ aus in etwa eineinhalb Stunden zu erreichen. Dazu nimmt man den Wanderweg Nr. 740, der stetig bergauf führt. Zu Beginn quert man Forststraßen, ehe man sich mitten im Wald befindet. Der Gipfel selbst steht auf einem großen Felsen, von dem aus man bei klarem Himmel viele Berge des Umlandes erkennen kann, vom Schöckl bis hin zur Hochschwab- und Hochtorgruppe. 

Wer nicht gleich wieder retour zur Teichalm gehen will, kann die Runde über das Schüsserlbrunn (Wallfahrskirche) nehmen. Dazu einfach den Weg nach dem Gipfelkreuz weitergehen, es ist alles gut beschriftet. Man gelangt zur Hütte „Steirischer Jockl“, in der man zur Rast einkehren kann. Die wenigen Meter zum Schüsserlbrunn muss man über Holzleitern hinab steigen, aber ein Besuch lohnt sich. Dann geht man wieder hinauf zur Hütte und weiter zur nächsten, dem „Guten Hirten“. An schönen Tagen ist hier viel los, denn die Besucher der Bärenschützklamm kehren hier ein. Über den Wanderweg Nr. 745 kommt man anschließend wieder retour zur Teichalm. Die ganze Runde dauert etwa vier Stunden. 

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Besonders reizvoll ist eine Wanderung auf den Hochlantsch im Winter, wenn Schnee den Berg bedeckt. Da strahlt er eine unglaubliche Ruhe aus. Auch als Sonnenaufgangswanderung eignet sich diese leichte Tour gut – man ist alleine bei einem herrlichen Panorama. Und es ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass man den hier geschützten Steinböcken begenet. Das ist dann Bergmagie pur!

Über Barbara vom Blog Reisepsycho

Auf ihrem Blog Reisepsycho schreibt Barbara über Tipps und Erfahrungen ihrer Reisen. Man merkt, dass es ihr Europa besonders angetan hat – allen voran Italien und Portugal. Sie liebt gutes Essen, Abenteuer, das Meer und als Österreicherin natürlich ihre Berge.


Drei Zinnen-Blick: Wandertour auf den Paternkofel

Die Tour auf den Paternkofel zählt für mich definitiv zu den schönsten Touren im Alpenraum. So gibt es am Paternkofel zum einen sehr viel geschichtsträchtiges aus dem ersten Weltkrieg (Kriegsstollen und Kriegsstellungen) zu entdecken und zum anderen den wohl besten Blick auf die Drei Zinnen.

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Die nicht allzu schwere Tour startet man an der Auronzohütte, die man über die Mautstraße vom Lago di Misurina aus erreicht. Von dort aus ist es dann auch nur eine halbtägige Tour. Man wandert zunächst über den Paternsattel hinüber zur Drei Zinnen Hütte und startet von dort den Aufstieg über den Innerkofler Stollen hoch zum Paternkofel. Vom Gipfel der Paternkofel hat man dann eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Berge der Sextener Dolomiten und natürlich auf die Drei Zinnen, die sich hier prächtig präsentieren. 

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Der Abstieg erfolgt dann über Passportensteig zum Paternsattel und von dort zurück zum Ausgangspunkt bei der Auronzohütte.

Für diese Runde sollte man ca. 4 Stunden einplanen.

Über Ralf vom Outdoor-Portal Via-Ferrata.de

Ralf betreibt seit nunmehr fast 20 Jahren mit via-ferrata.de eines der größten deutschsprachigen Outdoor Portale. Zudem ist Ralf Autor vom Klettersteig Atlas Deutschland und hat viele Artikel in den einschlägigen Outdoor Zeitschriften veröffentlicht. Wenn er gerade mal nicht in der senkrechten unterwegs ist, kann er sich auch für Höhlen und Mehrtageswanderungen begeistern.


Wanderung zur Olpererhütte im Zillertal

Die schönste Wanderung der Alpen zu finden war für mich kein leichtes Unterfangen, gibt es doch so viele wunderschöne Wanderungen. Eine der schönsten der letzten Jahre und gleichzeitig eine der leichtesten, die für jeden machbar ist, war für mich sicherlich die Wanderung zur Olpererhütte. Bekannt wurde die Olpererhütte im Zillertal vor allem durch die Hängebrücke im Nichts. Aber nicht nur die Hängebrücke ist wirklich wunderschön, auch der Blick von der Hütte selbst und der Schlegeis Stausee, von dem man startet, sind wirklich beeindruckend.

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Nicht ganz so beeindruckend sind die Menschenmassen, die man angeblich hier trifft. Wir waren kurz vor dem Sonnenuntergang dort (eigentlich per Zufall, weil es sich zeitlich nicht anders ausging bei uns), da waren relativ wenige Leute unterwegs, aber zu gewissen Zeiten soll es hier vor Touristen wimmeln. Viele der Touristen unterschätzen dann auch den Aufstieg, denn es ist, trotz guter Erreichbarkeit innerhalb kürzester Zeit vom Schlegeis Stausee, ein Wanderweg, der zwar nicht wirklich gefährlich oder steil ist, aber dennoch sollte man ordentliches Schuhwerk tragen und Wasser mit haben.

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Der Einstieg zum Wanderweg startet direkt beim Stausee, zu dem man mit dem Auto hoch kommt, allerdings nicht dort wo der Damm ist, sondern noch ein paar hundert Meter danach. Die Mautstraße zum Schlegeis Stausee kostet übrigens 12 Euro und es ist mit Wartezeiten zu rechnen. Vom Ausgangspunkt der Wanderung legt man schließlich in 1 ½ Stunden knappe 600hm zurück, bevor man zur Hütte kommt. Bei der Hütte kann man sich wunderbar erfrischen und dann noch weiter aufsteigen zB zum Olperer (Hochtour, II, evtl. Steigeisen), oder wieder absteigen zum Stausee. Die berühmte Hängebrücke findet ihr übrigens nur wenige Meter von der Hütte entfernt und ihr werdet sehen, dass die Brücke nicht sehr weit über dem Bach hängt und der richtige Winkel das tolle Foto ausmacht. Spektakulär ist es aber auf jeden Fall.

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Hier gibt’s die Tourenbeschreibung.

Über Sabrina vom Blog Smiles from Abroad

Sabrina schreibt über ihre Reisen und Abenteuer auf der ganzen Welt und in ihrem Heimatland, Österreich auf ihrem Blog smilesfromabroad. Am Strand entlang laufen, einen Berg erklimmen, die Natur genießen oder eine Stadt erkunden – das Entdecken der Welt bringt sie zum Lächeln.


Wanderparadies Hirzer im Meraner Land

Schon lange gilt für uns: keine Reise ins Meraner Land ohne mindestens eine Wanderung im Hirzergebiet. Gemütlich geht es dann von der Bergstation der Hirzer Seilbahn in leichtem Auf und Ab von Alm zu Alm. Schon nach kurzer Zeit laden die Hirzerhütte und gleich oberhalb davon die Resegger Alm zu einer ersten Rast. Von dort geht es weiter über gut ausgebaute Wanderwege zur Hinteregg Alm und zur Mahdalm. Verwöhnt mit typisch Südtiroler Leckereien genießen Wanderer im Liegestuhl oder an den urigen Holztischen den herrlichen Ausblick auf die Almlandschaft und die umliegenden Gipfel.

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Wer nach so viel Genuss ein wenig Bewegung braucht, macht sich auf zur Almenrunde. Über Wiesen und zwischen weidenden Kühen hindurch führt der Weg unterhalb des Hirzer Gipfels entlang. Noch einmal stärken können Hungrige sich auf der Tallner Alm, von wo es schließlich zurück zur Hirzer Seilbahn geht. Diejenigen, die lieber zu Fuß bis zur Mittelstation wandern, zweigen gleich nach der Einkehr bei der Mahdalm ab. Durch saftige Wiesen führt ihr Weg zum Teil recht steil in Richtung Tal.  

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Für anspruchsvollere und vor allem trittsichere Wanderer lohnt schließlich der weitere Weg hinauf auf den Hirzer und zur Hirzerscharte. Wer mag, geht von dort weiter über den Grat bis hin zur Hönigspitze. Als Lohn für die Anstrengung wartet ein grandioser Fernblick bis weit ins Vinschgau, Richtung Ortler und hinüber zu den Sarntaler Alpen. Besonders reizvoll präsentiert sich die Landschaft im Hirzergebiet übrigens von Ende Juni bis in den Juli. Schon ab der Bergstation der Hirzer Seilbahn führt der Weg dann vorbei an blühenden Alpenrosen.

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Über Martina vom Blog Places and Pleasure

Martina liebt das Reisen, Wandern und die kulinarischen Genüsse. Auf Places and Pleasure nimmt sie euch mit vor allem durch Deutschland, nach Südeuropa, in den Alpenraum, kurz zu einem Städtetrip oder manchmal auch in die Ferne. Das Motto dabei heißt: „Aktiv. Erleben. Genießen.“


Wandern zum Lago di Sorapis in den Dolomiten

Mir persönlich ist bei Wanderungen immer wichtig, dass ich nicht nur um des Wanderns und der Strecke Willen wandere, sondern dass am Ende einer kräftezehrenden Tour als ‚Reward‘ auch ein landschaftlich schöner Spot auf mich wartet. In den italienischen Dolomiten gibt es unzählige solcher Spots, deswegen gehören sie für mich zu einer der schönsten Regionen der Welt. Eine vergleichsweise leichte Wanderung, gerade für Anfänger, ist die Wanderung zum Lago di Sorapis (oder zu deutsch: Sorapissee).

Falls ihr nun denkt „Och nö….ein Bergsee…wie langweilig!“ – weit gefehlt! Der Lago di Sorapis ist aufgrund seiner knalltürkisen Farbe einer der spektakulärsten Bergseen der Welt. Durch Mineralienablagerungen schimmert er in einem unglaublich intensiven, milchigen Türkisblau wie man es nur an wenigen Orten der Welt vorfindet.

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Der Lago di Sorapis liegt auf einer Höhe von knapp 2000m in der italienischen Provinz Venezien. Die Wanderung startet am Passo Tre Croci und dauert oneway mit genügend Zeit für Pausen und Fotostops gut 2 Stunden. Dabei schlängelt sich der Weg mit nur wenigen zu überwindenden Höhenmetern auf einer einfachen Strecke von ca. 6km durch die Dolomiten. Unterwegs hat man immer wieder spektakuläre Aussichten, es sind einige Geröllfelder und Passagen zu überwinden, die durch Drahtseile gesichert sind (allerdings keine Klettersteige). Für Menschen mit Höhenangst ist das eventuell etwas tricky, aber insgesamt ist die Wanderung zum Lago di Sorapis gut machbar für durchschnittlich sportliche Menschen und Wanderanfänger.

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Am Ende der Strecke erwartet euch ein Anblick, der sich gewaschen hat. Ich traue meinen Augen kaum als ich den Sorapissee das erste Mal aus der Ferne in seinem knalligen Türkis leuchten sehe! Ich komme aus dem Staunen kaum heraus und verbringe mehrere Stunden am und im See bevor es wieder zurück geht (ok, im See waren es eher nur wenige Sekunden, denn das Wasser ist schweinekalt).

Meinen ausführlichen Bericht findet ihr hier: Lago di Sorapis – per Wanderung zum blausten See Italiens.

Über Katrin vom Blog BeforWeDie

Ich bin Katrin und auf BeforeWeDie.de schreibe ich über meine Reiseerlebnisse, Abenteuer, Fotografie und was sonst noch zum Reisen dazugehört. Meine große Liebe gilt allem in der Natur, das auf irgendeine Art und Weise türkisblaues Wasser beinhaltet – das kann ein Wasserfall im Grand Canyon sein, ein Bergsee oder ganz klassisch ein karibischer Traumstrand. Klingt kurios? Die Welt ist eben überall schön.


5 Seen Rundwanderung am Pizol in der Schweiz

Die 5 Seen Wanderung ist eine der schönsten Panorama Wanderungen in der Schweiz und befindet sich im Bergmassiv Pizol im Sarganserland im Kanton St. Gallen.

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Unsere Fahrt führt nach Wangs in der Schweiz. Ausgangspunkt der Wanderung ist die 8er Gondelbahn Pizol-Wangs. Hier steht ein großer kostenloser Parkplatz zur Verfügung. Man fährt mit der Gondelbahn und dann mit 2 Sesselbahnen hoch bis zur Bergstation der Pizolhütte.

Schon von hier aus kann man den Wangser See sehen. Nun führt der Weg in Serpentinen ca. 1 h ansteigend bis zur Wildseelücke (2.493 ü.M).

Hier öffnet sich eine tolle Sicht auf die Ostschweiz, die Bündner u. Österreichischen Alpen. Ein paar Schritte weiter fällt der Blick auf den wunderschönen Wildsee. Hinter dem See sieht man den Hochwart, den Pizolgletscher und die Grauen Hörnern. Wir folgen dem gut markierten Weg weiter und kommen zum Schottensee.

Man wandert über einen bequem ansteigenden Übergang über die Schwarzplangg und passiert den Schwarzsee. Von nun an ging es nur mehr bergab. Den letzten See den wir passieren, ist der Baschalvasee. Schon vom Hochplateau aus hat man eine spektakuläre Sicht auf diesen wunderschön in die Natur eingebetteten Bergsee. Der Weg führte weiter bergab, bis zur Sesselbahn Station in der Nähe des Hotels Gaffia. Mit der Sesselbahn und der Gondelbahn geht es wieder zurück zur Talstation der Pizolbahn.

Tipps und Infos zur 5 Seen Wanderung

Ausgangspunkt: Wangs-Pizol Gondelbahn Parkplatz
Kauft bei der Bahn die spezielle 5-Seen-Karte. Der Preis für nicht Einheimische liegt bei unserem Besuch bei  44 CHF/Person. (Einheimische 22 CHF/Person)

Wanderzeit: 4-5 Stunden

Länge: ca. 10 km gute Kondition ist Voraussetzung (Höhendifferenz + 750 m / -1100)
Der höchste Punkt liegt auf 2.526m

Über Sabine vom Blog Moosbrugger Climbing

Sabine kommt aus Lauterach bei Bregenz. Am liebsten ist sie in den Bergen unterwegs. Ihr findet sie beim Klettern, Klettersteig gehen, Wandern oder E-Bike-Fahren. Auch Reisen stehen bei ihr ganz hoch im Kurs. Wenn sie Outdoor-Aktivitäten mit Reisen verbinden kann, dann ist es perfekt. Alle ihr Abenteuer findet ihr auf ihrem Blog Moosbrugger Climbing.


Wandern im Salzkammergut: von der Genneralm zur Postalm

Im letzten Sommer haben wir unsere erste Almhüttenwanderung hoch über dem Wolfgangsee im Salzkammergut unternommen. Gestartet sind wir in St.Gilgen, über das Zwölferhorn erreichten wir die Genneralm und hier schreiben wir über die Wanderung von der Genneralm, wo wir in der gemütlichen Poschn Hütte nächtigten, zur Postalm.

Unser Plan: der Weg über die Gipfel, und das war gut so. Sonst hätten wir nie gewusst, dass die Kühe immer schon vorher da oben waren…

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Wir starten früh und machen uns als erstes auf den Weg zum Hohen Zinken. Dieser ist ein 1764 Meter hoher Gipfel, über Serpentinen erreichen wir nach etwa 2 Kilometern Anstieg und 460 Höhenmetern den Gipfel. Aber wir sind nicht allein hier – freundliche Kühe belagern uns. Es ist wirklich verwunderlich, wie die schweren Kühe ihre großen Körper hier hochbekommen. 

Nach einer Gratwanderung geht es hinab zu unserem Lieblingsort dieser Tour – das Goldene Schüsserl. 
Hier herrscht Ruhe. Keine Kühe, keinerlei ablenkende Geräusche, ein Trog, umgeben von Bergen. Wir hielten uns hier einige Zeit auf, denn die Blaubeeren, die es trotz der Trockenheit gab, schmeckten vorzüglich. Der folgende Anstieg auf den 1720 Meter hohen Großen Pitschenberg machte richtig Spaß. Zugegeben, Höhenängstliche haben hier zu tun, denn es geht einige Male dicht am Hang entlang.

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Allerdings entschädigen die Ausblicke auf den Wolfgangsee und die Berge der Umgebung dafür. Am Gipfelkreuz angelangt gab es natürlich auch einen Rundumblick zu genießen.  Der folgende, etwa 7 Kilometer lange Abstieg zur Huberhütte auf der Postalm war dann weniger spektakulär, aber das Genießen der Landschaft geht hier sehr gut. 

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Eine wundervolle Wanderung über ca. 12 Kilometer und 1400 Meter Anstieg haben wir erlebt – wir zehren noch heute von unseren Eindrücken im letzten Jahr. Für unsere 12-Jährige war es eine schwere Strecke, aber sie meisterte sie! Das Salzkammergut, die Berge der Alpen haben es uns spätestens seit dieser Wanderung extremst angetan und wir freuen uns schon auf weitere Abenteuer.

Über Anita und Claudia vom Blog Aktiv durch das Leben

Aktiv-durch-das-leben.de ist ein Reise-, Wander- und Outdoor-Blog, es schreiben Anita und Claudia.  Wir wandern gern lange Strecken wie Marathon oder 24h-Wanderungen, aber auch Genuss-Wanderungen machen uns viel Freude. Unterwegs sind wir meistens in Deutschland und im angrenzenden Ausland. Unsere Wahlheimat ist der Hunsrück, den wir immer mehr durchwandern, aber auch die höheren Gebirge lieben wir und freuen uns, immer mehr von ihnen zu entdecken. 


Wandern in Livigno nahe des Dreiländerecks

Die Alpen sind prädestiniert zum Wandern und sehr unterschiedlich, von den deutschen Voralpen bis zu den Dolomiten, daher kann ich gar nicht sagen, was meine schönste Wandertour ist. Meist ist es die letzte, die mir gut in Erinnerung ist. Daher möchte ich Euch Livigno ans Herz legen: Livigno ist nicht weit vom Dreiländereck Österreich, Italien, Schweiz auf der italienischen Seite und bekannt für Wintersport und zollfreien Einkauf. 

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Livigno liegt auf 1816 Höhenmetern mitten in den Alpen und ist umgeben von Bergen, Tälern und Wäldern. Wer wandern möchte, hat eine große Auswahl – von mehrstündigen oder eintägigen Wanderungen über mehrtägige Touren mit Übernachtung in einer Schutzhütte bis hin zu Touren auf Gletscher ist alles möglich. 

Früher war diese abgelegene Region, die nur über Pässe erreichbar war, von Landwirtschaft geprägt. Das Wanderwegenetz geht auf die Zeiten zurück, als Hirten sie nutzten oder Bauern sie zum Bewirtschaften ihrer Flächen brauchten. Handel wurde auch schon lange betrieben, teils auch illegal – so gibt es auch Routen, die auf Schmugglerpfade zurückgehen. 

Heute findet man gut ausgeschilderte Wege für Wanderer, Bergsteiger und auch für Mountainbiker sowie einen Trimmdichpfad. Vor einigen Jahren wurden die Wanderwege neu beschildert, so dass man sich gut orientieren kann. Dafür haben alle Markierungspfosten einen Code und wurden eindeutig auf einer Karte eingezeichnet. Gut gefällt mir auch, dass die meisten Touren irgendwann vom Berg ins Tal führen. Dort bringen einen kostenlose Busse nach Livigno zurück. 

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Schön finde ich kulinarische Wanderungen, die zu bewirtschafteten Almhütten führen, so dass man bei der Rast eine Brotzeit mit Käse und Wurst der Alm oder auch regionalen Hamburger genießen kann. Einmalig ist der Sentiero Gourmet von Livigno, der von den Köchen des Ortes organisiert wird: Einmal im Jahr verbindet dieses Event mehrere Essens-Stationen, an denen man lokale Gerichte neu interpretiert kosten kann, mit einer mehrstündigen Wanderung in der freien Natur von Livigno.

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Über Barbara vom Blog Barbaras Spielwiese

Barbara schreibt auf Barbaras Spielwiese seit vielen Jahren über Essen und Reisen – verteilt auf zwei Blogs. Das Reiseblog ist ihr Tagebuch für eigene Urlaubsreisen und kurze Ausflüge. Dort teilt sie ihre eigenen Erlebnisse, Erfahrungsberichte, Informationen, Tipps, Gedanken und Ideen.


Einmal rund um die Zugspitze

Knapp 120 km, insgesamt knapp 3000 Höhenmeter und schon ist das Wettersteinmassiv umwandert. Was ich bei diesen knappen Fakten unterschlagen würde, ist die traumhaft schöne Natur, die faszinierenden Erlebnisse und der Spaß den diese Tour macht.

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Wandern um die Zugspitze kann eine wundervoll entspannte Tour sein. Organisierter Gepäcktransport, eine klare Routenplanung und reservierte Hotels sorgen für ein gutes Gefühl. Start ist in Garmisch-Partenkirchen, wildromantisch geht es durch die Partnachklamm, hoch zum Berggasthof Eckbauer und über den Elmauer Panoramaweg weiter bis nach Mittenwald. Gigantisch ist das Panorama und sorgt ständig für viele Fotostopps auf dem Weg.

Der kommende Tag ist komplett anders, doch in keinster Weise weniger attraktiv. Früh morgens geht es entlang tosender Wasserfälle hinauf durch die Geisterklamm. Um allen Fragen vorzubeugen, ja ich habe Wasserkobolde getroffen.

Blühende Wiesen, sanft rauschend die Leutasch und rechterhand immer begleitend das Wettersteinmassiv. Einfach schön. Über den Ludwig-Ganghoferweg, über Almen und durch helle Wälder geht es von Leutasch nach Ehrwald. Eine kurze Gondelfahrt von der Ehrwalderalm hinunter ins Dorf macht es deutlich entspannter, denn inzwischen hat es zu regnen begonnen.

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Auf der letzten Etappe führt der Weg, vorbei an der Tiroler Zugspitzebahn, hoch zum Eibseeblick. Einiges an Höhenmetern sind zu bewältigen, hauptsächlich aber hinab, denn der Eibsee liegt tief unter dem Bergmassiv der Zugspitze. Angekommen, türkis-grün liegt er nun vor uns. Der Eibsee, eine kurze Umrundung, ein obligatorischer Kaiserschmarrn und nach Garmisch-Partenkirchen geht es zurück mit der alten Zahnradbahn.

Mein Fazit: faszinierend schön ging die Wanderung hauptsächlich auf gemütlichen Wanderwegen durch traumhafte Natur. Sanfte Wiesen, rauschende Bäche und schroffe Felsblicke prägen die Tour.

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An vier Tagen ist es problemlos zu schaffen und dank des Gepäcktransportes auch wirklich entspannt.Mehr zur Tour findest du auch unter: Rund um die Zugspitze Wandern im WellSpa-Portal.de und ein passendes Video liegt auf YouTube.


Wandern in den Alpen: was sind eure Favoriten?

Das waren die schönsten 15 Wanderungen unserer Blogger-Kolleginnen und Kollegen. Lasst uns wissen, welches eure favorisierten Wanderungen in den Alpen sind! Kommentiert, schreibt uns – wir sind gespannt!

Auch wir waren natürlich schon in den Alpen wandern – beispielsweise in Berchtesgaden. Für uns ist der Nationalpark Berchtesgaden eine der schönsten Wanderregionen in den Alpen (es gibt natürlich noch viel mehr).

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Weitere Touren für euren Wanderurlaub

Autor

Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich in die Alpen, das Wanderfieber hat mich also schon früh gepackt und stets begleitet. Mittlerweile ist es aber eben nicht nur bei Tagestouren in den Alpen geblieben, wie ihr hier auf dem Outdoorblog lesen könnt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Wandertouren, also bleibt dran!

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