Eine Mini-YouTuber-Wanderung stand Ende Oktober auf dem Programm. Zusammen mit Roman vom YouTube-Kanal Wild Soda und Daniel vom Kanal Waldleben ging es heute in die Eifel, genauer gesagt an den Rursee nach Heimbach. Von dort aus drehten wir bei bestem Eifelwetter – und das bedeutet Regen, Nebel und Wind – eine 14-Kilometer-Runde durch den Nationalpark Eifel mit einem Abstecher zum Kloster Mariawald.

Abtei_Mariawald_010-trekkinglife Kloster Mariawald

Quelle (Bild): Wikipedia

Das Kloster Mariawald – die Geschichte

Die Abtei Mariawald liegt auf 424 Metern Höhe bei Heimbach am Rursee und ist ein Kloster der Zisterzienser. Die Gründung geht in das Jahr 1470 zurück, 10 Jahre später wurde die dort errichtete hölzerne Kirche an den Zisterzienserorden übergeben. Nach der Weihung der Kirche 1481 zogen am 4. April 1486 die ersten Mönche im Kloster ein. Das Kloster hatte aber eine schwierige Zeit, musste immer wieder unter Kriegen leiden, insbesondere unter dem Dreißigjährigen Krieg und später unter der französischen Revolution, infolge derer das Kloster aufgehoben wurde.

Das war die erste Vertreibung aus dem Kloster. Zwei weitere folgten: Aufhebung des Kloster durch die Kulturkampfgesetze 1875 und die Auflösung 1941 im Zuge des zweiten Weltkrieges. Während des Krieges diente das Kloster als Feldlazarett. Ein Ehrenfriedhof erinnert an die grausamen Taten des Dritten Reiches. Nach Ende des Krieges nahm der damalige Superior Christophers Lesen das Kloster am 28. April 1945 wieder in Besitz und hat bis heute Bestand.

Vom Rursee zum Kloster Mariawald

Aber jetzt zu unserer Tour. Startpunkt unserer Wanderung war der Parkplatz gegenüber vom Hotel Landal (N50,6320° E6,4438°), da dieser im Gegensatz zu fast allen anderen Parkplätzen in Heimbach kostenfrei ist. Das nutzten wir natürlich aus. Wie es bei YouTubern so ist, musste kurz die obligatorische Begrüßung in die Kamera gesprochen werden und schon ging es los! (Das vollständige Video zur Tour könnt ihr euch hier anschauen.)

Beim Lesen der Kommentare zur Tour bei Outdooractive, hätten wir eigentlich Böses ahnen müssen. „Sehr schwierig zu laufen“ oder „abenteuerlich“ – Auch wenn die Einschätzungen zu den Schwierigkeitsgraden solcher Touren immer subjektiv sind, nachvollziehen kann ich die Kommentare absolut nicht. So viel sei vorweggenommen, es war eine sehr schöne Wanderung, sowohl auf Wirtschaftswegen (die sich in der Eifel fast nicht vermeiden lassen wie wir auf dem Eifelsteig schon feststellen mussten) als auch auf schönen Single-Trails, so wie es sich für eine Wanderroute gehört.

Die Aussicht war nicht so spitze, das lag aber vor allem am Wetter: Regen, Nebel und hier und da Wind. Es war also ein wenig ungemütlich, aber das hatte uns nichts ausgemacht. Tatsächlich wurden wir das ein oder andere Mal auch mit der Sonne beglückt und nach etwa zwei Stunden verdienten wir uns die Pause in der Kloster-Kantine. Wir aßen den Klassiker dort: die Erbsensuppe. Und diese hätte noch besser geschmeckt, wenn wir nicht 5,95€ für die Suppe und ein Brötchen hätten zahlen müssen… Das ist schon ein wenig happig.

Kloster Mariawald-trekkinglife-Wanderung

Vom Kloster Mariawald zum Rursee

Ihr habt gerade nach oben gescrollt und fragt euch jetzt, wieso wir die fast die gleiche Überschrift wie oben nehmen? Ganz einfach: Ist ja ein Rundweg! Nach der Pause ging es über den Kermeter zurück in Richtung Auto. Nach einer kurzen Pause in einer Schutzhütte mit Blick auf Heimbach, folgte der schwierigere und schönere Teil der Tour. Es war sicherlich auch der abwechslungsreichste, aber wir waren uns alle einig, dass es nicht so schwer war, wie in den Kommentaren zu lesen.

Von „schwer“ kann also eigentlich gar keine Rede sein. Ganz im Gegenteil: so stelle ich mir Wanderwege vor. Es war ein schmaler Pfad bergab, aber es bestand weder Absturzgefahr noch wird dort Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Dennoch solltet ihr im Herbst aufpassen, nicht auf den feuchten mit Laub bedeckten Wegen auszurutschen. Aber das gilt ja nicht nur für diesen Weg sondern sollte natürlich auf allen Wegen berücksichtigt werden.

Fazit zur Wanderroute im Nationalpark Eifel

Ein bisschen anstrengender als ein Sonntagsspaziergang ist die Tour und festes Schuhwerk wird auch vorausgesetzt!

Schwindelfreiheit aber ist ganz sicher kein Kriterium, höchstens ihr steht auf der Staumauer und schaut in die Tiefe… Ansonsten ist es eine sehr schöne Wanderung größtenteils durch Waldgebiet im Nationalpark Eifel. Definitiv eine sehr schöne, lohnenswerte Runde, wenn eine entspannte Wanderung ansteht. Flach ist es in der Eifel ja sowieso nie, mit 300 Höhenmetern aber gut machbar und nicht zu anstrengend! Dazu bietet das Kloster Mariawald eine sehr schöne Möglichkeit, eine ausgedehnte Pause einzulegen.

Klickt einfach auf das Bild und ihr findet ganz einfach den Weg zum Video:

YouTUbe_Wild_Soda_Kloster Mariawald_trekkinglife

Autor

Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich in die Alpen, das Wanderfieber hat mich also schon früh gepackt und stets begleitet. Mittlerweile ist es aber eben nicht nur bei Tagestouren in den Alpen geblieben, wie ihr hier auf dem Outdoorblog lesen könnt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Wandertouren, also bleibt dran!

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