Wurm? Nein, es ist nicht das Tier gemeint, sondern ein kleines Flüsschen, das nördlich von Aachen ein Naherholungsgebiet bietet und zum Wandern einlädt. Auf schmalen Pfaden war ich dieses Mal alleine quer durch das Naturschutzgebiet Wurmtal unterwegs. Die Rundwanderung im Wurmtal bietet sich hervorragend als Tagestour am Wochenende an. Okay, die Studierenden unter uns sind da natürlich flexibler…

Der nächste Teil zum „Wandern rund um Aachen“. 

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Was und wo ist das Naturschutzgebiet Wurmtal?

Das Wurmtal nördlich und südlich von Herzogenrath grenzt an Aachen und Würselen (Martin Schulz lässt grüßen). Das Landschaft ist sogar mehr als ein Naturschutzgebiet. 1998 wurde es als Fauna-Flora-Habitat (FHH) ausgewiesen und hat damit international Schutzstatus. Auch deshalb gibt es entlang der Wege viele Hinweise, die Wege nicht zu verlassen, um den Lebensraum der Tiere und Pflanzen nicht zu stören. 

Daran sollte man sich definitiv halten! Gerade weil meine Wanderung sowieso schon auf vielen schmalen Pfaden durch die Wälder im Wurmtal geführt hat, besteht auch gar nicht die Notwendigkeit, die Wege zu verlassen.


Details zur Wanderung im Wurmtal

Länge: 12,7km

Dauer: 3-4h

Höhenmeter: ↑206 und ↓207

Anfahrt zum Startpunkt

Viele Wanderungen rund um Aachen kann man mit dem ÖPNV erreichen, so auch diese hier. Vom Aachener Bushof sogar recht simpel. 

Zwei Einstiegspunkte in die Wanderung bieten sich an (Start der Busse am Aachener Bushof): 

  1. Bushaltestelle Strangenhäuschen: 
    • einfachere, schnellere Verbindung mit der Linie 51 in Richtung Baesweiler oder Setterich ohne Umstieg (15 Minuten)
  2. Bushaltestelle Teuterhof: 
    • Linie 47 in Richtung Merkstein bis Kohlscheid Wesstraße, dort in die Linie WU1 umsteigen in Richtung Nassauer Straße (33 Minuten)
    • Linie 34 in Richtung Pannheide bis Technologiepark, dort in die Linie WU1 umsteigen in Richtung Nassauer Straße (48 Minuten)
    • Linie 51 in Richtung Basweiler bis Würselen Parkhotel, dort in die Linie WU1 umsteigen in Richtung Kohlscheid Dornkaulstraße (34 Minuten)
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Auf schmalen Pfaden durch das Wurmtal

Genug des Geredes, los geht’s mit der Wanderung. Mein Startpunkt war die Bushaltestelle Strangenhäuschen und der Einstieg ist mit der Wander App Komoot sehr leicht zu finden. Kurz nach dem Start musste ich den Meisbach, ein kleiner Bach mit wenig Wasser, überqueren. Zum Glück hat es nicht geregnet in den letztem Tagen, sonst wäre es doch sehr abenteuerlich geworden. Dennoch ein super Start in die Wanderung. 

Oberhalb des Meisbachs folgte ich einem kleinen Waldpfad. Kurz streifte ich die letzten Häuser von Würselen und sofort ging es wieder in den Wald hinein – selbstverständlich auf einem schmalen Pfad. Immer wieder gibt es fantastische Ausblicke auf die Euregio (so nennt man hier die Region im Dreiländereck Belgien, Niederlande, Deutschland).

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Warum erwähne ich die Wurm nicht? Nun ja, häufig sieht man diese auf der Wanderung nicht – der Ahrsteig lässt grüßen. Aber an der ein oder anderen Stelle konnte ich einen Blick auf die Wurm erhaschen. 

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Beliebte Mountainbikestrecken

Für die Mountainbiker unter euch: die Wege und Pfade bieten sich dort auch ziemlich gut zum Fahrradfahren an. Aber nehmt auf die Wanderer Rücksicht, mich hätte fast eine Dreier-Gruppe von drei Holländern in einer Abfahrt über den Haufen gefahren… Tja, auch als Wanderer lebt man gefährlich.

Stichwort Abfahrt: selbst wenn knapp 250 Höhenmeter nicht viel klingen, es gibt an der ein oder anderen Stelle auch steile Aufstiege. Und das, was ich hochgekraxelt bin, musste ich natürlich auch wieder runter. Bei 17 Grad und Sonne pur (ein Traum!) ist das durchaus eine schweißtreibende Angelegenheit.

Die Wurm zeigt sich doch

Auf einer alten Bahntrasse verläuft der Weg um einen Steinbruch herum, die Bäume schützten vor der Sonne. Zumindest bis sich die Bäume lichteten und der Weg über einen schmalen Schotterweg weiter führte. „Leider“ ist der Schotter dunkelgrau, und somit heizt sich der Boden dort extrem auf – ziemlich warm war es dort – und das Ende März! Aber es lohnt sich: es gab einen traumhaften Ausblick auf die Landschaft.

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Zum Glück ging es wieder schnell in den Wald hinein. Es folgte ein kurzes Stück über Asphalt (das einzige Stück) und siehe da: die Wurm! Über eine Brücke überquerte ich den Fluss, näher kommt man auf dieser Wanderung nicht ran. 

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Fazit zur Wanderung im Wurmtal

Zivilisationsnah aber abwechslungsreich auf schönen Pfaden. So lässt sich die Wanderung im Wurmtal bei Würselen (im Norden Aachens) denke ich treffend zusammenfassen. Häufiger hört man die Verkehrsstraßen und teilweise sogar die Autobahn. Aber die Wege und die Natur entschädigen. Einige wenige Wegabschnitte führen über einen beliebten Wanderweg entlang der Wurm, aber es geht dann meist sehr schnell wieder auf schmale Pfade in den Wald abseits der vielbelaufenen Wege. Abschnitte über offene Felder und Wiesen haben mir auch den ersten Sonnenbrand der Saison eingehandelt – wie ihr seht, ist alles inklusive bei dieser Wandertour.

Ich kann die Tour für alle, die aus Aachen und Umgebung kommen, nur wärmstens empfehlen!

Und zum Schluss noch einmal die Bitte: verlasst die Wege auf der Wanderung im Wurmtal nicht, wir wollen unsere Natur ja schützen und noch ein wenig mehr davon haben. Sollte aber eigentlich bei den überall vorhandenen Schildern auch eine Selbstverständlichkeit sein. Das gilt selbstverständlich in allen Naturschutzgebieten und Nationalparks.

GPS-Track

Den GPS-Track könnt ihr hier herunterladen (hier klicken).

Autor

Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich in die Alpen, das Wanderfieber hat mich also schon früh gepackt und stets begleitet. Mittlerweile ist es aber eben nicht nur bei Tagestouren in den Alpen geblieben, wie ihr hier auf dem Outdoorblog lesen könnt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Wandertouren, also bleibt dran!

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