Es wurde Zeit, endlich einmal wieder raus in die Natur zu kommen. Wir mussten erst wieder lernen, wie man einen Rucksack überhaupt packt und einstellt, solange ist es schon her, dass wir mehrere Tage am Stück wandern waren. So schlimm war es natürlich auch wieder nicht, aber es war schon ein ungewohntes Gefühl. Das Ziel? Die Naturregion Sieg mit dem Natursteig Sieg. Abwechslungsreiche Natur sowie Wanderwege, inhaltslose wie hier und da auch sinnvolle Gespräche. Klingt gut? War’s auch!

Apropos inhaltsloses Gelaber: schaut in unser Video rein, dann wisst ihr, was wir meinen. Aber keine Sorge, ein paar Informationen findet ihr dort auch. 

Mehrtagestour Natursteig Sieg - Trekkinglife (Flucht in die Natur + Gast)

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Details zur Tour

Länge: 31,6 km

Dauer: 7 h

Höhenmeter: ↑840 hm und ↓710 hm


Was passiert, wenn „The Body“ und „The Brain“, wie wir uns liebevoll nennen, unterwegs sind und das auch noch mit einem Gast, das erfahrt ihr natürlich exklusiv hier bei uns. Ja richtig gehört, Nico hat uns begleitet. Für ihn war es die erste Fernwanderung, was natürlich eine gewisse Nervosität bei ihm hervorgerufen hat. Aber mit uns zwei Profis an der Seite war das alles kein Problem. 

Nico hat auf unserem Blog bereits einen Artikel veröffentlicht, in dem es um seine erste Fernwanderung drehte und wie es ihm dabei erging.

Jannik und Nico auf dem Natursteig Sieg

Zuerst einmal müssen wir natürlich die Frage klären, warum wir nicht am eigentlichen Startpunkt in Siegburg auf die 3-Tages-Tour über den Steig gestartet sind, sondern erst mit Etappe 2 in Hennef eingestiegen sind. Wir können es nicht belegen, aber wir glauben, dass die erste Etappe von Siegburg nach Hennef noch relativ stadtnah verläuft. Daher haben wir uns für Etappe 2 als Startpunkt entschieden. Korrigiert uns, wenn wir falschen liegen sollten. 

Somit waren Etappen zwei und drei unsere Etappe eins am ersten Tag auf unserer drei Tage langen Wanderung. Etappen drei und vier entsprechen unserem Tag zwei. Verstanden? Ist auch egal. Die Wanderberichte über den zweiten und dritten Tag folgen in Kürze. Übrigens war Tag drei die Etappe fünf – für diejenigen, die noch mitkommen. Aber eins nach dem anderen.

Sonne pur, zumindest am Morgen

Gegenlicht in Sonnenaufgang

Wir starteten gegen halb neun in Hennef. Da war es natürlich noch ordentlich frisch. Aber schon nach wenigen Metern der zweiten Etappen geht es steil den Berg hinauf, sodass wir das erste Mal schwitzen durften. Da bewährt sich natürlich das Zwiebelprinzip, sodass wir alle unsere erste Schicht ausziehen konnten. Nach dem Anstieg konnten wir einen ersten schönen Ausblick auf das Siegtal erhaschen. Danach führte der Weg durch ein Waldstück über einen schmalen Singletrail wieder den Berg hinab und danach ging es natürlich wieder nach oben. So ist das in den deutschen Mittelgebirgen.

Wir erreichten eine kleine „Hochebene“, auf der wir unsere neue Drohne von DJI* fliegen ließen. Der Weg folgte von dort an einem kurzen Stück Feldweg, von dem aus wir einen herrlichen Blick auf das umliegende Panorama hatten. Weiter führte der Weg sehr abwechslungsreich durch den Wald, mal entlang der Sieg, mal oberhalb auf schmalen Singletrails. Sehr schön!

Die Kaffeepause darf natürlich nicht fehlen

An einem Startplatz für Gleitschirmflieger machten wir eine ausgedehnte Pause. Brot, Kaffee, ein kleiner Snack und eine fantastische Aussicht. So muss das sein. 

Aussicht auf Blankenburg

Jannik packte die Drohne aus und machte wieder ein paar Shots und Bilder von uns. Bis er übermütig wurde… Die Drohne war relativ weit weg und damit sie schneller zu uns zurückkommt, ist der Sportmodus mit mehr „Leistung“ natürlich angebracht – dachte er. Das Problem: wenn ihr eine Drohne auf euch zufliegen lasst, ist die Steuerung für links und rechts natürlich spiegelverkehrt. Nun ja, der Baum kam dann relativ schnell. 

Aber alles gut, die Drohne hat den radikalen Flugstil von Jannik überlebt. Ihr wollt lachen? Kein Problem. Zu sehen ist die Sequenz im Video ab Minute 9. Für ein Selfie mit der Drohne vor dem Crash hat es noch gereicht.

Drohnencrash: Das war Tag 1 auf dem Natursteig Sieg 1
Unser Selfie – noch vor dem Crash. Keine Sorge, die Drohne ist bei bester Gesundheit

Willkommen in den Alpen: alpine Kletterstellen

Gut, der Zwischenüberschrift hier könnte man, genauso wie dem Titel dieses Artikels, auch „Clickbait“ unterstellen, aber immerhin gab es beim Abstieg hinunter vom Pausenplatz nach Blankenburg ein Stahlseil, an dem man sich beim Abstieg festhalten kann. Und so ein bisschen Alpenfeeling kam dann doch auf. Wer dann doch lieber in den Alpen wandern will, dem haben wir hier einige Wanderungen in den Alpen zusammengestellt.

Alpiner Abstieg auf dem Natursteig Sieg
Hat doch zumindest ein bisschen Alpenfeeling – oder?

Stadt Blankenberg: der Name ist Programm

Einen Berg inklusive Burg gibt es natürlich auch auf dem Fernwanderung über den Siegsteig. Von dort oben gibt es einen weiteren fantastischen Ausblick auf das Siegtal. Der Weg hat alles zu bieten, was unser Wanderherz hat höher schlagen lassen. Durch ein kleines Bachtal führte der Weg weiter. Erst den Berg hinab, danach natürlich wieder hoch. Wie könnte es auch anders sein. 

Aussicht von der Blankenburg
Falls ihr euch fragt, was das für ein schöner Rucksack ist: Gregory Paragon 48*

Und was war mit dem Übernachtungsplatz? Schlaf wird überbewertet. Nein, natürlich nicht. Auf einer Fernwanderung ist Schlaf mit der wichtigste Tagesabschnitt, um den Körper nachts wieder erholen zu lassen, damit die Beine wieder fit für die nächste Etappe sind.

Unser anvisierter Campingplatz hatte geschlossen, sodass wir in den Wald ausgewichen sind. Wir fanden einen sehr schönen Spot, an dem wir unsere beiden Zelte aufschlagen konnten und genossen den Abend, bevor es frisch wurde und wir in die Zelte verschwanden.

In dem Sinne, freut euch auf Tag 2!

Wildcamping

Fazit zum ersten Tag

Ein Traum. Einfach ein Traum. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Der erste Tag auf dem Trail hat uns auf jeden Fall überzeugt und wir freuten uns schon an dem Abend auf die beiden weiteren Tage, die noch vor uns liegen würden. Singletrails, schöne Aussichten auf das Siegtal, Wiesenlandschaften, dichte Wälder. Abwechslung pur! 

Alle Infos zum Natursteig Sieg. Dort findet ihr auch die GPS-Tracks der einzelnen Etappen.

Autor

Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich in die Alpen, das Wanderfieber hat mich also schon früh gepackt und stets begleitet. Mittlerweile ist es aber eben nicht nur bei Tagestouren in den Alpen geblieben, wie ihr hier auf dem Outdoorblog lesen könnt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Wandertouren, also bleibt dran!

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