Wie ihr wisst, übernachten wir während unserer Wanderungen fast immer im Zelt. Sollte das eine neue Information für euch sein, ist das natürlich kein Problem, denn jetzt seid ihr im Bilde. Gerade beim Camping im Frühjahr, Herbst, Winter oder auch im Sommer in entsprechend hohen oder nördlichen Lagen stellt sich natürlich die Frage nach dem richtigen Schlafsack. Mit unserem kleinen (aber, so hoffen, wir feinen) Schlafsack Ratgeber wollen wir euch Einblicke in die verschiedenen Schlafsackmodelle und -materialien geben.

Cloudrock Waterproof Wanderschuh 11 Zelt
Der Blick morgens aus dem Zelt, verleiht immer ein Gefühl der Freiheit. Für eine Übernachtung im Zelt ist ein Schlafsack unausweichlich. Auf dem Bild ist auch der Wanderschuh On Cloudrock Waterproof zu sehen © On Running

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Der Schlafsack* gehört zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen beim Wandern und Übernachtungen im Zelt. Daher wollen wir euch ein paar Schlafsack Tipps geben, sodass ihr beim nächsten Kauf genau Bescheid wisst.

Inhaltsverzeichnis


Die Temperaturbereiche eines Schlafsacks

Die drei Temperaturbereiche eines Schlafsacks sind natürlich genormt. So wie fast alles, was wir kennen. Genauer gesagt ist es die EU-Norm EN 13537, die seit 2005 existiert. Diese Norm legt zum einen allgemeine Anforderungen zur Kennzeichnung und Beschreibung eines Schlafsacks fest. Zum anderen, und das ist für uns wichtiger, werden die Temperaturwerte nach einem in der Norm festgelegten Standard-Prüfverfahren ermittelt. 

Die drei Temperaturen eines Schlafsacks: 

  • T Comf: Komfortbereich
    Temperatur, bei der die „Standard-Frau“ gerade noch nicht friert
  • T lim: Grenztemperatur
    Temperatur (unterer Grenzbereich), bei der der „Standard-Mann“ gerade zu frieren beginnt
  • T ext: Extremtemperatur
    Temperatur, bei der die „Standard-Frau“ gerade noch sechs Stunden im Schlafsack aushalten kann, ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen 

Und was ist jetzt dieser Standard? Erst einmal lässt sich ein Mensch nicht wirklich standardisieren, das könnt ihr euch sicherlich vorstellen. Aber für eine einheitliche Kennzeichnung ist das unausweichlich. 

Hier sind die Standardwerte, mit denen die Temperaturbereiche ermittelt werden: 

  • „Standard-Frau“: 60 kg, 25 Jahre, 1,60 m
  • „Standard-Mann“: 70 kg, 25 Jahre, 1,73 m

Diese beiden „Standard-Menschen“ werden mit jeweils einer Puppe dargestellt, die nur mit einem Trainingsanzug und Socken bekleidet ist. Gemessen wird der Wärmeverlust in der Umgebungstemperatur. Neben der Standardisierung ist eine weitere Kritik an der Norm, dass die Puppe sich im Schlaf nicht bewegt. Dazu kommt, dass durch das Messverfahren Mumien- und Deckenschlafsäcke quasi gleich behandelt werden. 

Euer individuelles Temperaturgefühl ist wichtig

Daher ist unser Tipp: testet selbst, wo eure Temperaturgrenzen liegen. Stellt ihr in einer kühlen Nacht fest, dass ihr friert, ist euer Schlafsack wohl nicht warm genug -- versteht sich von selbst. Jannik zum Beispiel friert deutlich schneller als Thomas, daher wird der gleiche Schlafsack je nach Außentemperatur für Jannik zu kühl sein.

Solltet ihr also dazu neigen, schnell zu frieren, wählt lieber einen Schlafsack mit niedrigerem Komfortbereich. Sollte es zu warm werden, könnt ihr den Schlafsack beim Schlafen auch einfach öffnen und mehr oder weniger als Decke nutzen.

Die Isolationsleistung kann auch künstlich mit einem Schlafsackinlett* erhöht werden. Die kann beispielsweise aus Baumwolle oder Seide (angenehmer, leichter, aber auch teurer) bestehen.

Schnitt eines Schlafsacks

Damit der Schlafsack der Temperaturangabe auch gerecht wird, muss die Größe des Schlafsacks stimmen. Es bringt wenig, einen Schlafsack mit einer Länge von 1,90 m zu kaufen, wenn ihr nur 1,70 m groß seid. Warum? Dieser nicht gefüllte Raum am Ende des Schlafsack an euren Füßen, muss von eurem Körpern erwärmt werden. Euer Körper muss also mehr Energie aufwenden und so kann es passieren, dass ihr schneller friert. Klar ist auch, dass es nicht immer Schlafsäcke passend zur Körpergröße gibt. 

Die Abbildung zeigt einen Schlafsack mit Mumienschnitt
Die Abbildung zeigt den klassischen Mumienschlafsack.

Unser Trekkinglife Tipp

Füllt diesen Luftraum an euren Füßen einfach mit Kleidung. Dadurch habt ihr zum einen den Vorteil, dass dieser Raum nicht mehr erwärmt werden muss, zum anderen habt ihr am nächsten Morgen trockenen und Warme Bekleidung. Praktisch oder?

Auch der Schnitt eines Schlafsacks spielt dabei eine Rolle. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Schlafsackarten: 

  1. Deckenschlafsack
  2. Eiförmiger Schlafsack
  3. Mumienschlafsack

Die rechteckigen Deckenschlafsäcke bieten meist den höchsten Komfort, da sie die größte Bewegungsfreiheit liefern. Sie haben häufig einen komplett umlaufenen Reißverschluss, was praktisch für den Sommer ist. So könnt ihr solche Schlafsäcke einfach als Decke nutzen. Welch eine Überraschung: daher kommt auch der Name.

Für größere Trekkingtouren, vor allem in kühleren Gebieten sind diese Schlafsäcke aber nicht geeignet. Zum einen haben sie ein relativ großes Packmaß und zum anderen ist der luftgefüllte Raum im Schlafsack relativ groß, den ihr nicht mit eurem Körper ausfüllen könnt. Wie oben schon angedeutet, führt das dazu, dass die Isolationsleistung geringer ausfällt. 

Eiförmige Schlafsäcke bieten rund um die Körpermitte mehr Platz und sehen wirklich aus wie ein Ei. Für Seitenschläfer unter euch oder für diejenigen, die gerne die Knie im Schlaf anziehen, ist diese Form eine gute Alternative.

Letztlich ist aber nur eine Form des Schlafsacks wirklich empfehlenswert für eine Mehrtagestour mit Zelt oder Camping auch in kühleren Regionen: der Mumienschlafsack. Der Schnitt dieser Schlafsäcke ist an die Anatomie des menschlichen Körpers angepasst und eng geschnitten.

So wird der Isolationsverlust auf ein Minimum reduziert, da wenig Luft im Schlafsack erwärmt werden muss. Ein weitere Vorteil ist, dass diese Schlafsäcke durch den Schnitt Material einsparen und somit das Packmaß und das Gewicht geringer ausfallen. Das ist natürlich sehr praktisch für Touren, bei denen der Schlafsack in den Rucksack* gepackt wird.

Schlafsack beim Winterwandern - Outdoor Winterjacke

Ausstattungsmerkmale, die wichtig sind

  • Kapuze
    Über den Kopf verliert der Mensch bekanntlich am meisten Wärme. Hier hilft eine Kapuze. Eigentlich haben alle Mumienschlafsäcke eine Kapuze. Achtet nur darauf, dass diese auch einen Kordelzug hat, sodass ihr die Kapuze auch zuziehen könnt. Nichtsdestotrotz ist gerade bei kalten Temperaturen auch eine Mütze beim Schlafen Pflicht.
  • Wärmekragen
    Plant ihr Touren bei kühleren Temperaturen ist ein Wärmekragen sehr hilfreich. Dieser verhindert, dass die warme Luft aus dem Schlafsack entweichen kann. Zählt ihr nun eins und eins zusammen, wisst ihr, dass das dazu führt, dass die Nacht für euch im Schlafsack wärmer ist. Ein solcher Wärmekragen ist im Schulter- bzw. Halsbereich angebracht (genau dort, wo die Schlafsacköffnung ist) und kann mit einem Kordanzug zusammengezogen werden. Dieser Kragen ist aber meist nur bei Schlafsäcken für die kalten Temperaturen in der Wintersaison zu finden. Schlafsäcke für mittlere Temperaturen haben diesen Wämemkragen meist nicht.
  • Reißverschluss
    Ein gut funktionierender Reißverschluss spart euch viel Ärger. Ihr kennt das sicherlich, dass sich beim Öffnen oder Schließen ein Reißverschluss gerne in das Futter beispielsweise eurer Jacke einfrisst. Richtig nervig! YKK Reißverschlüsse sind ein gutes Qualitätsmerkmal. Dazu sollte der Reißverschluss mit einer Isolationsschicht abdeckbar sein.
  • Innenfutter
    Das Innenfutter der meisten Schlafsäcke besteht meist aus Nylon oder Polyester. Und das ist auch gut so, denn das macht den Schlafsack länger haltbar. Baumwolle im Vergleich ist zwar komfortabler, verschmutzt aber deutlich schneller und ist dazu weniger langlebig. Gute Schlafsäcke sind auch so geschnitten, dass das Innenfutter bzw. die Innenhülle kleiner geschnitten ist als die Außenhülle (Differenzialschnitt). Das führt dazu, dass die Innenhülle das Isolationsmaterial nicht zusammendrückt. Das würde dazu führen, dass Isolationsleistung verloren geht.
  • Innentasche
    Bei den meisten Schlafsäcken findet ihr innerhalb des Schlafsacks auch eine Innentasche. Die ist vor allem bei kalten Temperaturen für sämtliche Akkus hilfreich. Egal ob Handy, Ersatzakkus für eure Kamera oder Powerbanks. So könnt ihr diese vor der Kälte schützen. Sollte nicht alles in die kleine Tasche passen (wenn diese voll ist, kann das beim Schlafen auch störend wirken), dann legt die Akkus einfach in euren Fußbereich des Schlafsacks 

Unser Trekkinglife Tipp

Im Zelt stößt man beim Schlafen schonmal gerne mit dem Fußbereich gegen die Zelthülle, wodurch der Schlafsack feucht werden kann. Trick 17: Legt einfach eure Regenjacke um das Fußende des Schlafsacks und schon bleibt dieser trocken.

Die Sonne in Oberstdorf scheint auf das Zelt, kurz vor dem Schlafengehen noch ein Bier trinken
Was gibt es Schöneres als entspannt nach einer anstrengenden Wanderung, wie hier im Allgäu, ein Bier im Sonnenuntergang zu trinken? Und wenn es kalt wird, einfach hinein ins Zelt und in den Schlafsack kuscheln.

Der große Trekkinglife
Outdoor-Ratgeber von A bis Z

Wir haben geschwitzt, wir haben geschuftet und drei Monate daran gearbeitet: der große Trekkinglife Outdoor-Ratgeber von A bis Z.

Wandern von A bis Z – alles Wichtige auf einen Blick: klingt gut, oder? Finden wir auch, daher haben wir alles in einem Heft gesteckt zusammengeschrieben.

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Schwachstellen beim Schlafsack

Eine Schwachstelle haben alle Schlafsäcke gemeinsam. Beim Schlafen wird die Unterseite eines Schlafsacks und damit die isolierende Füllung zusammengedrückt und verliert quasi die komplette Isolationsleistung. Das kann sehr schnell sehr kalt werden. Abhilfe schaffen dabei die Isomatten*, die entsprechend des Einsatzgebietes unterschiedlich warm sind. Dazu folgt in Kürze ein Artikel auf unserem Blog.

Ein perfektes Team, Schlafsack und Isomatte von Thermarest
Ein perfektes Team: Der Schlafsack Hyperion -6* und die Isomatte NeoAir XTherm* jeweils von Therm-a-Rest

Dazu kommt noch der Reißverschluss. Auch dort zieht gerne einmal kalte Luft durch, die beim Schlafen sehr unangenehm werden kann. Daher achtet darauf, dass der Reißverschluss von innen mit einer „Wulst“ abgedeckt werden kann, um diesem Durchzug entgegenzuwirken. 

Materialien: Daune, Kunstfaser oder Wolle?

Eine Frage, die immer wieder Diskussionen hervorbringt. So viel sei vorweg gesagt: es gibt kein richtig oder falsch. Wir haben uns schon sehr detailliert mit den verschiedenen Isolationsmaterialien auseinander gesetzt. Dabei haben wir auf die Vor- und Nachteile von Kunstfaser, Daune, Wolle, Fleece und weiteren Stoffen geschaut. Für Schlafsäcke kommen Kunstfasern, Daune und tatsächlich auch Wolle in Frage. 

In der Kurzübersicht die Vor- und Nachteile

Daune

  • leicht
  • teuer
  • darf nicht nass werden

Kunstfaser

  • guter Allrounder
  • verliert bei Nässe kaum Isolationsleistung

Wolle

  • gute Klimaregulation, sorgt für ein angenehmes Schlafklima
  • umwelt- und tierfreundliches Material

Wir haben alle Materialien inklusive einer Infografik sehr ausführlich gegenüber gestellt. Dort findet ihr alle Vor- und Nachteile und wann welches Material für welchen Einsatzzweck geeignet ist.

Auf das ist bei der Schlafsackpflege zu achten

Das Waschen eines Schlafsacks ist, genauso wie bei anderen Outdoormaterialien wie beispielsweise Gore Tex, kein Problem. Dennoch solltet ihr auf ein paar Dinge achten. Vor allem: wascht einen Schlafsack nur im äußersten Notfall. Beachtet grundsätzlich die Waschhinweise des Herstellers. Einige Schlafsäcke (beispielsweise mit einer wasserdichten Imprägnierung) sollten auf keinen Fall gewaschen werden.

Wie wäscht man einen Schlafsack? Schritt für Schritt Anleitung

Wandern im Winter mit Schlafsack - Zelten Daunenschlafsack - Winterwandern

Schauen wir uns die Schritte an, die wichtig und entscheidend bei der Pflege und Wäsche sind. Wir betrachten hier exemplarisch einen Daunenschlafsack als Waschobjekt. Für Kunstfaserschlafsäcke findet ihr nach den folgenden neun Punkte einen kurzen Hinweis.

1. Waschanleitung beachten

Die Herstellerhinweise geben immer schon einen guten Eindruck, was beim Waschen beachtet werden soll. Dort findet ihr auch einen Hinweis, falls ihr den Schlafsack nicht waschen dürft. Ihr solltet nur einen Schlafsack gleichzeitig waschen, denn diese brauchen viel Platz beim Waschen. Je größer die Trommel der Waschmaschine desto besser ist es für den Schlafsack.

2. Reißverschlüsse schließen und Schlafsack auf links drehen

Das Schließen der Reißverschlüsse ist wichtig. Dadurch schont ihr zum einen den Reißverschluss und zum anderen kann ein geöffneter Reißverschluss den Schlafsack eventuell zerstören. Wenn ihr den Schlafsack auf links dreht, wird die schmutzige und schweißbelastete Innenseite am besten gesäubert.

3. Daunenwaschmittel verwenden

Nutzt spezielle Daunenwaschmittel, damit ihr lange Spaß an eurem Schlafsack habt. Auf gar keinen Fall dürfen Weichspüler verwendet werden! Dadurch werden die Daunen zerstört. Das gleiche gilt bei der Verwendung von normalem Waschmittel.

4. Fein- oder Wollwaschprogramm nutzen

Nutzt das Fein- oder Wollwaschprogramm. Die hohen Wasserstände in der Waschmaschine hierbei sind hilfreich, um die Daune gut durchzuspülen.

5. Durchspülen

Dennoch ist ein zusätzlicher, reiner Wasserwaschgang zum Durchspülen der Daune sinnvoll. Rückstände von Waschmittel lassen die Daune verklumpen, wodurch Isolationsleistung verloren geht.

6. Der wichtigste Teil: das Trocknen

Hier ist nur ein Trockner sinnvoll. Wichtig: zuerst den Schlafsack waagerecht ausgebreitet einige Stunden an der Luft trocknen lassen. Schon beim Transport von der Waschmaschine zum Wäscheständer und weiter zum Trockner solltet ihr darauf achten, den Schlafsack waagerecht zu transportieren (oder in einem Wäschekorb ablegen). Andernfalls können im Inneren die durch die Feuchtigkeit noch schweren Daunen verrutschen und die Kammern verletzen.

7. Trocknertemperatur

Die Trocknertemperatur sollte 30 °C bis maximal 40 °C nicht überschreiten. Gebt 4-5 neue und saubere Tennisbälle mit in den Trockner dazu. Die Bälle sorgen dafür, dass die Daune nicht verklumpt und wieder aufgeplustert wird.

8. Trocknerlaufzeit

Die Trockenzeit sollte etwa eine bis anderthalb Stunden betragen, danach nehmt ihr den Schlafsack aus dem Trockner und legt ihn waagerecht ab. Lasst den Schlafsack auskühlen, schüttelt ihn auf und danach geht’s wieder in den Trockner. 

9. Etwa 3-4 Trocknergänge

Diesen Punkt solltet ihr aus unserer etwa 2 bis 3 Mal wiederholen. Es ist extrem wichtig, dass die Daune komplett durchgetrocknet ist. Feuchtigkeit im Inneren der Kammern ist schlecht und führt im schlimmsten Falle dazu, dass ihr einen neuen Schlafsack braucht. 

Um einen Kunstfaserschlafsack zu waschen, gelten die gleichen Schritte wie oben mit dem Unterschied, dass ihr kein Daunenwaschmittel nutzen solltet. Hier könnt ihr auf ein Waschmittel beispielsweise von Fibertec* zurückgreifen. Aber auch hier gilt: kein Weichspüler!

Eine Handwäsche ist natürlich auch möglich, dafür braucht ihr aber eine Badewanne, ansonsten macht ihr aus eurem Badezimmer direkt ein ganzes Schwimmbad. Dafür gebt ihr den Schlafsack einfach mit dem Waschmittel in die Badewanne, drückt die Luft hinaus und lasst diesen eine Stunde einweichen. Danach ordentlich und sehr gründlich durchspülen und leicht ausdrücken. Nicht auswringen!


Empfehlungen für Waschmittel

Einen Schlafsack richtig lagern

Generell gilt für die Aufbewahrung des Schlafsacks: nutzt den mitgelieferten Packsack. Dieser ist deutlich größer als ein Kompressionssack und drückt die Isolation nicht zusammen. Lagert den Schlafsack auf keinen Fall im Kompressionssack! Dabei würde die Isolation eines Schlafsacks permanent zusammengedrückt, wodurch sich das Material irgendwann nicht mehr richtig aufbauschen kann. Dadurch geht Isolationsleistung verloren.

Schlafsack Ratgeber: alles, was wichtig ist 1
Mit Hilfe eines Packsacks lässt sich der Schlafsack gut und schonend lagern.

Unser Trekkinglife Tipp

Wenn ihr Platz habt, dann hängt den Schlafsack am besten einfach senkrecht auf. Dies hilft am besten, den Schlafsack möglichst lange am Leben zu lassen.

Unsere Empfehlung: 3 Schlafsäcke in der Kurzvorstellung

Wir sind mittlerweile mit einigen Schlafsäcken unterwegs gewesen und wollen euch einfach nur kurz unsere Favoriten vorstellen. Ausführliche Testberichte über alle drei Schlafsäcke folgen in den kommenden Wochen. Wir stellen euch jeweils einen Schlafsack mit Daune, Kunstfaser und Wolle vor. So habt ihr die Qual der Wahl. 

Kunstfaserschlafsack von Carinthia
Kunstfaserschlafsack
Daunenschlafsack von Therm-a-rest
Daunenschlafsack
Wollschlafsack von Grüezi Bag
Wollschlafsack

Kunstfaserschlafsack: Carinthia 180

Temperaturbereiche: 

  • Komfort: 2,9 °C
  • Limit: -2,5 °C
  • Extrem: -18,7 °C

Gewicht: 910 g (Größe M)
Packmaß (komprimiert): 18 x 23 cm (Größe M)
Füllmaterial: Kunstfaser; G-LOFT Si, 100% Polyester

Features: 2-Wege-Reißverschluss, Wärmeleiste am Reißverschluss, koppelbar, Differenzialschnitt, wasserabweisendes Außenmaterial


Daunenschlafsack: Thermarest Hyperion -6C

Temperaturbereiche: 

  • Komfort: 0 °C
  • Limit: -6 °C
  • Extrem: -23 °C

Gewicht: 580 g (Größe Regular)
Packmaß (komprimiert): 15 x 20 cm (Größe Regular)
Füllmaterial: Daune; 900-cuin Nikawax Hydrophobic

Features: Ultraleicht, kleines Packvolumen, RDS-zertifizierte Daune, Wärmekragen

Schlafsack Ratgeber: alles, was wichtig ist 2
Hier seht ihr die Temperaturbereiche des Therm-A-Rest Hyperion Daunenschlafsacks. Diese sind innen im Schlafsack aufgedruckt.

Wollschlafsack: Grüezi Bag Biopod Wolle Zero

Temperaturbereiche: 

  • Komfort: 7 °C
  • Limit: 2 °C
  • Extrem: -12 °C

Gewicht: 950 g (Größe Regular)
Packmaß (komprimiert): 19 x 23 cm (Größe Regular)
Füllmaterial: 85 % Wolle (Schurwolle), 15 % Kunstfaser (aus Maisstärke)

Features: 2-Wege-Reißverschluss, Kopfkissenfach, PFC-frei, wasserabweisend

Grüezi Bag Schlafsack - Produktvorstellung Biopod Wolle Zero

Schlafsack-Variante: das Quilt

Im ursprünglichen Sinne ist das Quilt eine Stepp- oder Zierdecke. Eine Zierdecke beim Camping? Natürlich nicht. Im weitesten Sinne ist ein Quilt aber auch für den Outdoor-Bereich nichts anderes als eine Decke. Beim Quilt wird auf Reißverschluss, Kapuze und die Isolation am Rücken (der Teil, der sowieso beim Schlafen platt gedrückt wird) verzichtet. Damit ist es leichter und das Packmaß kleiner als bei Schlafsäcken. Da wird es natürlich für ultraleichte Trekkingtouren interessant.

Autor

Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich in die Alpen, das Wanderfieber hat mich also schon früh gepackt und stets begleitet. Mittlerweile ist es aber eben nicht nur bei Tagestouren in den Alpen geblieben, wie ihr hier auf dem Outdoorblog lesen könnt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Wandertouren, also bleibt dran!

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